Berliner Werkstattgespräch 2027: Generationengerechtigkeit im Sozialstaat. Normative Perspektiven auf die Alterssicherung – CfP für Nachwuchswissenschaftler:innen

Von 15. bis 17. Februar 2027 wird in der Katholischen Akademie Berlin das Berliner Werkstattgespräch 2027 stattfinden. Die jährliche Tagung der AG Christliche Sozialethik widmet sich dieses Mal dem Thema „Generationengerechtigkeit im Sozialstaat. Normative Perspektiven auf die Alterssicherung“. Aus dem Call: „Gesellschaften, die die wirtschaftliche Nutzung menschlicher Arbeitskraft über Lohnarbeit organisieren und die damit verbundene altersbedingte Erwerbslosigkeit in irgendeiner Form kollektiv lösen, bringen spezifische Generationenverhältnisse hervor. Auf unterschiedlichen Politikfeldern werden diese politisch verhandelt, gegebenenfalls mit anderweitigen Generationenverhältnissen vermittelt – und auf dem Wege gesetzlicher Regelungen, staatlicher oder öffentlicher Administration und kollektiver Organisation institutionalisiert. Die gesetzliche Alterssicherung, kurz: die Rente, ist wohl die bekannteste Weise, ein Generationsverhältnis zu ›erschaffen‹, zu organisieren und zu institutionalisieren – und ist zugleich das Generationenverhältnis, das politisch am stärksten umstritten ist. Entsprechend geraten das Rentensystem und das darüber organisierte Generationenverhältnis – immer wieder – in die politischen Auseinandersetzungen. Mit wiederkehrenden Interessen und Meinungen, aber auch Argumenten und Gegenargumenten, häufig mit denselben ›Schulen‹ und Parteien, denselben oder ähnlichen Skandalisierungen und ›Beschwichtigungen‹, muss der über die Rente laufende ›Generationenvertrag‹ immer wieder neu verhandelt werden. (…)“ Call für Nachwuchswissenschaftler:innen „Mit diesem Call werden Nachwuchswissenschaftler:innen aus der Christlichen Sozialethik und aus benachbarten Disziplinen eingeladen, mit Erträgen aus ihrenlaufenden oder abgeschlossenen Projekten, aber auch mit außerhalb ihrer Projekteentstandenen Analysen und Reflexionen die Tagung zu bereichern. Die Vorträge (Vortragsdauer max. 25 Minuten) werden in einem offenen Panel am Dienstag, dem 16. Februar 2027 in Kleingruppen gehalten und diskutiert. Die Vorträge sollen zum Thema der Tagung beitragen. Sie können sich auf Generationenbeziehungen, Generationenverhältnisse, Fragen der Gerechtigkeitzwischen den Generationen, aber auch innerhalb der Generationen, beziehen. Dabei können sie spezifische Fragen der Alterssicherung und der Rentenversicherung aufgreifen, beispielsweise bestimmte Personen- und Erwerbsgruppen, verschiedene Beiträge zur Gewährleistung der Alterssicherung (etwa durch Familien- und Sorgearbeit), die soziale Verteilung von Belastungen und Begünstigungen, unterschiedliche Säulen der Alterssicherung, (Alters-)Armut, geschichtliche Entwicklungen, den demografischen Wandel oder andere Länder in den Blick nehmen. Analysen zum öffentlichen Diskurs, zu politischen und medialen Argumentationslinien, Interessenorientierungen, Fokussierungen und blinden Flecken sind gleichfalls bedeutsam.“ Vortragsangebote inkl. Konzept bzw. Zusammenfassung sollen bis zum 14. September 2026 an bernhard.laux@ur.de gesendet werden. Zum Call.

Weiterlesen

Neuerscheinung: Die geosoziale Frage. Impulse und Desiderate zehn Jahre nach Laudato si´ (JCSW 66/2025)

Im Dezember 2025 ist der neue Band des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften (JCSW 66) erschienen. Er widmet sich anlässlich des zehnten Jubiläums der Enzyklika Laudato si‘ der geosozialen Frage: Zur Debatte steht die menschliche Verantwortung für das Zusammenleben in der Gesamtheit des Lebenszusammenhangs, dessen soziale wie ökologische Grundlagen gegenwärtig existenziell bedroht sind. Die Enzyklika ist aber nicht nur eine ambitionierte Sozial- und Ökologiekritik, die Ungerechtigkeiten und Machtasymmetrien im gesellschaftlichen Zusammenleben und im Umgang mit nicht-menschlichen Wesen und der Natur mit gleicher Dringlichkeit und gleichem Gewicht anprangert. Sie ist auch ein starkes Signal in die Weltöffentlichkeit hinein, dass die geosoziale Frage für die Kirche, für Christ:innen wie generell für religiös sensible Menschen in höchstem Maße glaubens- und damit auch praxisrelevant ist. Gleichwohl haben sich die geopolitischen Vorzeichen und die sozialethischen Herausforderungen in der Dekade seit der Veröffentlichung teils dramatisch verändert. Deshalb will der Band mehr sein als eine Erinnerung an eine bemerkenswerte Enzyklika: Die Beiträge verstehen das Jubiläum als Anlass, um deren Impulse wie die bleibenden Lücken aufzugreifen und die noch weitgehend uneingelösten konzeptionellen Desiderate der geosozialen Frage zukunftsgerichtet und innovativ nach vorne zu denken. Zur Online-Ausgabe (Open Access).  

Weiterlesen

Einladung & Call: Jahrestagung rBNE & Ökologische Theologie (TU Dortmund, 6.–7.11.2026)

Die AG Religiöse Bildung für nachhaltige Entwicklung (rBNE) und Ökologische Theologie lädt zur Jahrestagung an die TU Dortmund ein. Unter dem Titel „Denkformen ökologischer Theologie im Spiegel religionspädagogischer Denkformen“ geht es um die Frage, wie unterschiedliche theologische Denkformen (u. a. zum Gott-Welt-Verhältnis und zur Anthropologie) die Ausbuchstabierung ökologischer Theologie prägen – und wie sich dies mit religionspädagogischen Modellen religiöser BNE verschränkt. Globale und interkulturelle Perspektiven sind ausdrücklich erwünscht. Keynotes Prof. Dr. Julia Enxing (Ruhr-Universität Bochum) Dr. Dominik Gautier (Universität Oldenburg) Call for Contributions Eingereicht werden können hermeneutische oder empirische Beiträge (alle Qualifikationsphasen), als Vortrag (20–30 Min.), Poster oder weitere zur Fragestellung passende Formate. Organisatorisches auf einen Blick Termin: 6.11.2026 (14:00) – 7.11.2026 (13:00) Ort: TU Dortmund (Übernachtung selbst organisiert) Tagungsgebühr: 30 € (zahlbar direkt nach Anmeldung) Anmeldung & Abstract-Einreichung (Frist): bis 15.07.2026 Kontakt: Astrid Heidemann (Bergische Universität Wuppertal), heidemann@uni-wuppertal.de Tagungsleitung: Prof. Dr. Katrin Bederna (PH Ludwigsburg) & Dr. Astrid Heidemann (BU Wuppertal)   Alle Infos in der Einladung

Weiterlesen

Veranstaltungshinweis St. Georgen: Transformation des Selbstverständlichen

Am 26.–27. März 2026 findet an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main die 12. Ausgabe der interdisziplinären Tagungsreihe „Die Wirtschaft der Gesellschaft“ statt. Unter dem Titel„Transformation des Selbstverständlichen. Alltagsökonomie und Daseinsvorsorge in der sozial-ökologischen Krise“ diskutiert die Tagung, wie grundlegende Infrastrukturen und Leistungen der Daseinsvorsorge – von Energie über Wohnen bis Verkehr – sozial gerecht, ökologisch tragfähig und langfristig finanzierbar gestaltet werden können. Veranstaltet wird die Tagung vom Nell-Breuning-Institut in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg (Plurale Ökonomik), der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) und der Hans-Böckler-Stiftung. Im Zentrum stehen u. a. Fragen nach Struktur und Zukunft der Daseinsvorsorge, nach öffentlichen Investitionen in der sozial-ökologischen Transformation, nach bezahlbarem städtischen Wohnen und nach nachhaltiger Mobilität im ländlichen Raum. Die Abendveranstaltung am 26. März (19:30 Uhr) zum Thema „Öffentliche Leistungen in der Krise – Daseinsvorsorge zwischen ökologischen Herausforderungen, Sozialreformen und Verteidigungsfähigkeit“ ist öffentlich zugänglich. Organisatorisches Datum: 26.–27. März 2026 Ort: Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt am Main Anmeldung: bis 31. Januar 2026 Online: „Anmeldung: Wirtschaft der Gesellschaft 2026“ oder per Mail an: nbi@sankt-georgen.de Sämtliche Informationen finden sie im Tagungs-Flyer.

Weiterlesen

Berliner Werkstattgespräch 2026: Sozialethik der Gemeingüter

Von 16. bis 18. Februar 2026 wird in der Katholischen Akademie Berlin das Berliner Werkstattgespräch 2026 stattfinden. Die jährliche Tagung der AG Christliche Sozialethik widmet sich dieses Mal dem Thema „Sozialethik der Gemeingüter“. Aus dem Tagungsprogramm: Auf dem Berliner Werkstattgespräch 2026 werden wir uns jenseits konzeptioneller Differenzen mit der Aushandlung, Herstellung Bereitstellung und Nutzung von Gemeingütern beschäftigen. Wir werden fragen, ob, in welcher Hinsicht und in welchem Umfang Gemeingüter zur gerechten Ordnung moderner Gesellschaften gehören – und wie diese bewirtschaftet werden müssen, um diese gerecht ›zu machen‹. Was bedeutet es für die Versorgung mit entsprechenden Gütern, wenn sie in einer Gesellschaft verkannt und politisch ignoriert, deshalb nicht angemessen erstellt und nicht ausreichend und nicht bedarfsgerecht bereitgestellt werden? Lassen sich Mangellagen und Verwerfungen, womöglich gesellschaftliche Krisen und Konflikte darauf zurückführen, dass in der jüngeren Vergangenheit die Ökonomie der Gemeingüter und der sie gewährleistende Staat ›modernisiert‹ wurden? Uns wird auch die Frage beschäftigen, ob sich die großen Herausforderungen der Gegenwart bewältigen lassen, indem mehr der in den Gesellschaften genutzten Güter als Gemeingüter erstellt und bereitgestellt, dazu größere Teile der Volkswirtschaften gemeinwirtschaftlich verfasst werden und die Staaten und internationalen Organisationen in eine umfangreichere Gewährleistungsverantwortung treten. Anmeldungen werden bis 2. Februar 2026 erbeten. Ein begrenztes Abrufkontingent für die Übernachtung im Tagungszentrum ist maximal bis 16. Januar 2026 erhältlich. Zum Tagungsprogramm inkl. allen organisatorischen Informationen.

Weiterlesen

Website zum zehnjährigen Jubiläum von Laudato si‘

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Umweltenzyklika Laudato si‘ fand in der Katholischen Akademie in Bayern am 2. Oktober 2025 eine Tagung statt. Im Zuge dessen wurde auf der Website des Lehrstuhls für Christliche Sozialethik der LMU München eine Übersichtsseite zusammengestellt, die verschiedene Medienberichte, Radiosendungen und Vortragsvideos zum Thema enthält. Zur Übersichtsseite.  

Weiterlesen

Münster: Konferenz zu interdisziplinären Perspektiven auf Religiöse, Politische und Ökologische Grenzen

Am 6. und 7. November 2025 findet an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster eine interdisziplinäre Konferenz zu religiösen, politischen und ökologischen Grenzen statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Grenzen in unterschiedlichen Diskursen – von Theologie und Sozialethik über politische Philosophie bis hin zu Umweltethik – entstehen, wirken und transformiert werden. Grenzen sind in vielfältiger Weise in die Krisen der Gegenwart verwoben, von der Errichtung physischer Mauern und der Dämonisierung von Migrant:innen bis zur Nationalisierung religiöser Identitäten und der Überschreitung planetarischer Belastungsgrenzen. Die Konferenz nimmt diese Entwicklungen als dringende sozialethische Herausforderung, aber auch als Chance für Neuorientierung in Theologie, Philosophie und verwandten Disziplinen in den Blick. Ziel ist es, die unterschiedlichen Dimensionen von Grenzen zu analysieren, zu vergleichen und miteinander ins Gespräch zu bringen, um Wege zu einer gerechteren und sensibleren Gestaltung religiöser, politischer und ökologischer Beziehungen zu eröffnen. 📅 Termin: 6.–7. November 2025📍 Ort: Universität Münster🧾 Programm: PDF hier verfügbar🔗 Weitere Informationen: Institut für Christliche Sozialwissenschaften (ICS) – Universität Münster

Weiterlesen

Save the date: Berliner Werkstattgespräch 2026

Das nächste Werkstattgespräch der AG Christliche Sozialethik findet von 16. bis 18. Februar 2026 in der Katholischen Akademie Berlin statt. Das Thema der Tagung lautet „Sozialethik der Gemeingüter“. Die Arbeitsgemeinschaft wird sich in der Tagung mit der Aushandlung, Herstellung, Bereitstellung und Nutzung von Gemeingütern beschäftigen. Mit ›Gemeingütern‹ werden all diejenigen Sachgüter und Dienstleistungen gemeint, die – nach gesellschaftlicher und zumeist politisch ausgehandelter Übereinkunft – allen zur Verfügung stehen sollen. Sie werden deswegen, wenigstens teilweise, der privatwirtschaftlichen Produktionsweise entzogen und in unterschiedlicher Weise gemeinwirtschaftlich, häufig unter staatlicher Kontrolle, her- und bereitgestellt. Auf dem Werkstattgespräch wird gefragt, ob, in welcher Hinsicht und in welchem Umfang Gemeingüter zur gerechten Ordnung moderner Gesellschaften gehören – und wie diese bewirtschaftet werden müssen, um diese gerecht ›zu machen‹. Über einen Call for Papers für Nachwuchwissenschaftler:innen werden diese eingeladen, ihre laufenden oder abgeschlossenen Projekte, aber auch außerhalb ihrer Projekte entstandenen Überlegungen zur ›Sozialethik der Gemeingüter‹ in einem offenen Panel vorzustellen. Zum ausführlichen Save the date als PDF. Zum Call for Papers für Nachwuchwissenschaftler:innen.

Weiterlesen

Veranstaltungshinweis: Demokratische Freiheiten unter rechtsautoritärem Druck – sozialökologische Transformation am Ende?

Am 7. Oktober 2025 findet in Berlin eine Fachtagung zum Thema „Demokratische Freiheiten unter rechtsautoritärem Druck – sozialökologische Transformation am Ende?“ statt. Der Trend ist seit Jahren ungebrochen: Rechtsautoritäre Akteure gewinnen an Einfluss, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Unter Druck gerät damit eine Idee von demokratischen Freiheiten, die sich auf den universalistischen Kern der Menschenrechte beruft und Gleichfreiheit für alle Menschen zum Ziel hat. Auch rechtsautoritäre Akteure beziehen sich auf Menschenrechte, verfolgen damit aber eine exkludierende Idee und ein Freiheitsverständnis, das rücksichtslos egoistisch ist. Dieses Verständnis ignoriert nicht zuletzt alle sozialökologischen Transformationsnotwendigkeiten – und es wird inzwischen auch in Deutschland nicht nur an den radikalen Rändern, sondern in der Mitte der Gesellschaft geteilt. Die Fachtagung des Berliner Instituts für Christliche Ethik und Politik (ICEP) und der Deutschen Kommission Justitia et Pax will einen Beitrag zum Verständnis dieser regressiven Dynamiken leisten und bringt dafür Perspektiven aus Deutschland und Polen miteinander ins Gespräch. Die anschließende öffentliche Podiumsdiskussion fragt danach, ob und inwieweit christlicher Glaube und die Kirche als Akteur Gegendynamiken entfalten können. Eine Anmeldung ist bis 15. September 2025 möglich. Zum Tagungsprogramm als PDF.  

Weiterlesen

Forum Sozialethik 2024: Einladung und Programm

Das diesjährige Forum Sozialethik findet von 9. bis 11. September 2024 statt und steht unter dem Thema „Gegen das Aus im gemeinsamen Haus! Die ökologische Krise – Paradigmenwechsel in der Christlichen Sozialethik?“. Das Vorbereitungsteam lädt interessierte Nachwuchswissenschaftler:innen herzlich ein, an der Tagung teilzunehmen. Eine Anmeldung ist bis zum 18. August 2024 möglich. Alle weiteren Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf finden sich im Programm bzw. auf der Webseite des Forum Sozialethik.

Weiterlesen