Magnifica Humanitas – Stimmen aus der Christlichen Sozialethik

Am 15. Mai 2026 unterzeichnete Papst Leo XIV. seine erste Enzyklika: Magnifica Humanitas. Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Zum 135-jährigen Jubiläum der ersten Sozialenzyklika (Rerum Novarum von Papst Leo XIII.) stellt er sich explizit in die lebendige Tradition der Katholischen Soziallehre und möchte seinen Beitrag im Licht der Neuerungen unserer Zeit leisten (vgl. MH 3-4).

Auf dieser Seite sammeln wir Kommentare und Beiträge zu MH von Vertreter:innen der Christlichen Sozialethik, besonders unserer Mitglieder.

Weitere Sammlungen mit Veröffentlichungen von Sozialethiker:innen zu zeitgenössischen Themen finden sich hier.

Hinweis: Die Liste wird laufend aktualisiert. Wir bitten um Hinweise und Ergänzungen an die Redaktion.

Job Opening: Predoctoral University Assistant (3 years, 75%) at the University of Vienna (VDTR)

University of Vienna is looking for two predoctoral University assistants as part of the Vienna Doctoral School of Theology and Research on Religion (VDTR). Application deadline: 19 July 2026.

The VDTR is a joint doctoral school of the Faculty of Catholic Theology, the Faculty of Protestant Theology, and the Research Centre „Religion and Transformation.“ It offers research-led, interdisciplinary doctoral education spanning Catholic, Protestant, Orthodox and Islamic theology; religious studies; Islamic studies; Jewish studies; and philosophy of religion.

This position can be used to pursue a doctoral degree at one of the VDTR’s member organizations. Dissertation projects in the field of social ethics are warmly encouraged.

Full job posting and application: https://jobs.univie.ac.at/job/University-assistant-predoctoral/1409324833/

More on the VDTR: https://vdtr.univie.ac.at/

For questions about the position, please contact the VDTR (contact.vdtr@univie.ac.at)

Forum Sozialethik 2026: Einladung und Programm

Das diesjährige Forum Sozialethik findet von 14. bis 16. September 2026 statt und steht unter dem Titel „Doch nicht so gleich? Soziale Ungleichheit und das normative Ideal der Gleichheit“.

Das Vorbereitungsteam lädt interessierte Nachwuchswissenschaftler:innen herzlich ein, an der Tagung teilzunehmen. Eine Anmeldung ist bis zum 16. August 2026 möglich.

Alle weiteren Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf finden sich im Programm bzw. auf der Website des Forum Sozialethik.

Stellenausschreibung: Direktor*in für das Sozialinstitut Kommende Dortmund

Das Kommende Dortmund Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn ist als katholische Akademie ein renommiertes Kompetenzzentrum der christlichen Sozialethik und steht als Bildungseinrichtung im Dienste des erzbischöflichen Generalvikariats in Paderborn. Das Sozialinstitut Kommende Dortmund bietet zum 01. Dezember 2026 eine unbefristete Anstellung als Direktor*in (m/w/d) mit einem wöchentlichen Arbeitsaufwand von 39 Stunden; alternativ kann die Anstellung auch in Teilzeit ausgeübt werden. Es wird gebeten, den gewünschte Stundenumfang in der Bewerbung anzugeben. Die Stelle der Direktion wird nach EG 15 KAVO bewertet.

Gesucht wird eine Persönlichkeit mit ausgewiesener theologischer und sozialethischer Expertise, die das Institut strategisch und operativ leitet, innovative Projekte entwickelt, Kooperationen aufbaut und das Haus in wissenschaftlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Kontexten repräsentiert. Besonders wird darauf hingewiesen, dass die Tätigkeit des Sozialinstituts um einen Bereich sozialethischer Forschung und deren Transfer in enger Kooperation mit Theologischen Fakultät ausgebaut werden soll.

Vorausgesetzt werden insbesondere:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Katholischen Theologie (Magister/Diplom/Master) oder eine vergleichbare Qualifikation mit sozialethischem Schwerpunkt,
  • ausgeprägte analytische, konzeptionelle und kommunikative Fähigkeiten,
  • Erfahrung in Leitung, Projektentwicklung und Netzwerkarbeit,
  • sehr gute Englischkenntnisse,
  • die Identifikation mit den Zielen und Werten der katholischen Kirche.

Bewerbungen sind bis zum 07. Juli 2026 einzureichen.

Weitere Informationen über das vielseitige Angebot der Anstellung finden Sie ausführlich im Stellenangebot oder auf der Website des Erzbistums Paderborn. Zum direkten Bewerbungsformular gelangen Sie hier.

 

Stellenausschreibung: Universitätsassistent*in Postdoc (6 Jahre, 100%) an der Universität Wien (Sozialethik)

Am Institut für Systematische Theologie und Ethik (Fachbereich Sozialethik) an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien ist zum 01.09.2026 eine Postdoc-Stelle im Ausmaß von 40 Wochenstunden neu zu besetzen. Die Laufzeit beträgt 6 Jahre (Befristung bis 31.08.2032).

Gesucht wird eine wissenschaftliche Persönlichkeit mit hohen akademischen Ambitionen, die im Bereich der (Christlichen) Sozialethik forscht und eine Habilitation bzw. habilitationsäquivalente Leistungen anstrebt.

Ihre Aufgaben & Schwerpunkte
  • Forschung & Qualifikation: Aufbau eines selbstständigen Forschungsprofils, internationale Publikationstätigkeit und Einwerbung von Drittmitteln.
  • Lehre & Betreuung: Selbstständige Durchführung von Lehrveranstaltungen und Betreuung von Studierenden.
  • Thematische Schwerpunkte: Grundfragen der Christlichen Sozialethik, Politische Ethik, Technik und Gesellschaft (Digitalität, Automatisierung), Medienethik sowie Wirtschaftsethik u.a..
Ihr Profil
  • Abgeschlossenes Doktorat/PhD in Sozialethik, Theologischer Ethik, Angewandter Ethik, Philosophie oder kritischer Gesellschaftstheorie (ein Studienabschluss in Katholischer Theologie ist erwünscht).
  • Ausgewiesene Fach- und Methodenkompetenz in den genannten Forschungsgebieten.
  • Sehr gute Kenntnisse (B2) in Deutsch oder Englisch.
Eckdaten & Bewerbung
  • Vergütung: Einstufung nach KV (§48 VwGr. B1 lit. b), Grundgehalt EUR 5.014,30 brutto (14x jährlich, Vollzeit, ggf. höher durch anrechenbare Berufserfahrung).
  • Bewerbungsfrist: 06.07.2026 (Stellen-ID: 5711)

Inhaltliche Fragen beantwortet Ihnen Alexander Filipović.

» Zur vollständigen Stellenausschreibung und Online-Bewerbung

Neuerscheinung: Ethik und Gesellschaft (1/2026) – Kein Spiel. Wargaming und Serious Gaming im Zeitalter der KI

Die erste Ausgabe des Jahres 2026 der Zeitschrift „Ethik und Gesellschaft“ ist erschienen. Sie trägt den Titel „Kein Spiel. Wargaming und Serious Gaming im Zeitalter der KI “.

Kann Krieg spielerisch erlernt werden? Ist es ethisch vertretbar, die Bekämpfung gegnerischer Einheiten in einem Gaming-Szenario zu trainieren und dabei stets auch vom real erlebten Leid und Sterben zu abstrahieren? Birgt die Darstellung realitätsnaher Trainings als ›spielerische Simulation‹ die Gefahr, die kategoriale Unterscheidung zwischen simulierten Szenarien und realen Konflikten zu verwischen?

Die Beiträge des online frei zugänglichen Heftes befassen sich sowohl mit technikethischen Überlegungen zur moralischen Qualität als auch mit dem epistemologischen, phänomenologischen und ontologischen Status von Wargaming-Simulationen. Im Zentrum steht dabei insbesondere die Frage, ob für Wargames tatsächlich gilt, was vielfach – gerade auch von militärischen Organisationen und Akteuren – angeführt wird: dass die im Spiel vollzogenen Entscheidungen, Aushandlungsprozesse und Handlungen keine Auswirkungen auf die Wirklichkeit außerhalb des Spiels haben. Wargames fänden demnach in einer Art Sandbox statt. Die vorliegenden Texte zeigen auf, dass die ethisch-normative Abgrenzung zwischen gespielter und ungespielter Wirklichkeit kaum haltbar ist.

Zur Website von Ethik und Gesellschaft.

Fachgespräch „Ethik der Alterssicherung: Was heißt hier gerecht?“

Vorschläge einer Rentenreform der Bundesregierung werden aktuell in der von der Regierung eingesetzten Alterssicherungskommission (ASK) erarbeitet und stehen kurz vor dem Abschluss. Im Anschluss der Veröffentlichung der Ergebnisse veranstaltet die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) gemeinsam mit dem Berliner Institut für christliche Ethik und Politik (ICEP) am 2. Juli 2026 um 18.00 Uhr eine Online-Veranstaltung mit dem Titel „Ethik der Alterssicherung: Was heißt hier gerecht?“. In diesem digitalen Fachgespräch soll Raum geboten werden, die Ergebnisse der ASK sozialethisch zu reflektieren und zu diskutieren. Dabei wird Prof. Dr. Camille Logeay – Professorin für Volkswirtschaftslehre an der HTW Berlin und ein Mitglied der Alterssicherungskommission – über die Ergebnisse der ASK informieren. Dazu werden sozialethische Impulse von Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) gegeben.

 

Es wird um eine Anmeldung gebeten. Diese ist über das Anmeldeformular einzureichen.
Weitere Informationen finden sich auf der Website der KHSB.

Stellenausschreibung in München: Professur für Theologie in der Sozialen Arbeit

An der staatlich anerkannten Katholischen Stiftungshochschule (KSH) am Campus München ist ab dem 15. Juli 2027 an der Fakultät für Soziale Arbeit eine vollzeitige Professursstelle (m/w/d, W2, 100%) zu besetzen. Die Anstellung erfolgt dabei in einem privatrechlichen Dienstverhältnis entsprechend der Besoldungsgruppe W2. In Anbetracht der angestrebten Erhöhung des Frauenanteils im Wissenschaftsbereich sind Bewerbungen qualifizierter Interessentinnen besonders willkommen.

Im Rahmen der kirchlichen Trägerschaft für Sozial-, Gesundheits- und Bildungsberufe umfasst das Aufgabengebiet der Professur die Lehrtätigkeit im Spektrum der Theologie u.a. in den  Studiengängen Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik sowie die Weiterentwickung an der Forschung in der Sozialen Arbeit oder Kindheitspädagogik.
Formale Berufsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium der kath. Theologie mit Nachweis der Befähigung zu wissenschaftlichem Arbeiten (i.d.R. Promotion); dabei ist ein für die Soziale Arbeit oder Kindheitspädagogik relevantes wissenschaftliches Profil erwünscht. Des weiteren werden besondere Leistungen bei der Anwendung/Entwicklung wissenschaftlicher Methoden in mind. fünfjähriger Berufspraxis (davon mind. drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs) und pädagogische Eignung vorausgesetzt und Kenntnisse im Bereich des E-Learnings gewünscht.

Weitere Informationen, ausführliche Anforderungen an die Bewerbung sowie eine Kontaktadresse finden sich auf der Website der KSH München.

„Dualer“ Master in Frankfurt a. M.: Bewerbungsaufruf Master „Sozialethik im Gesundheitswesen“

In Kooperation mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen bietet die Goethe-Universität Frankfurt für das Wintersemester 2026/27 den interdisziplinären und praxisintegrierenden Masterstudiengang „Sozialethik im Gesundheitswesen“ an der Schnittstelle von Sozialethik, Medizinethik, Sozialwissenschaften und Gesundheitswesen. Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende mit Bachelorgrad in geistes-, sozial- und/oder gesundheitswissenschaftlichen Fächern, die sich mit Fragen von Gerechtigkeit, Verantwortung und institutioneller Gestaltung im Gesundheitswesen beschäftigen und diese berufspraktisch weiterverfolgen möchten. Das Studium verbindet sozialethische und medizinethische Perspektiven mit sozialwissenschaftlichen und gesundheitsbezogenen Zugängen, eröffnet Einblicke in Organisationen und Einrichtungen des Gesundheitswesens und bereitet auf Tätigkeiten vor, in denen ethische Urteilsbildung, gesellschaftliche Verantwortung und institutionelle Praxis zusammenkommen.

Die Bewerbung für das Wintersemester 2026/27 ist vom 1. Juni bis 15. Juli 2026 möglich.

Hier finden sich weitere Informationen zum Studienprofil, zu der Bewerbung und Zulassung sowie der Kontakt zur Studiengangskoordination.