Fratelli Tutti Kommentare

Vor einem halben Jahr, am 3. Oktober 2020, wurde die Enzyklika “Fratelli Tutti” von Papst Franziskus veröffentlicht – ein guter Anlass, um sich einen Überblick über sozialethische Beiträge zur Enzyklika zu verschaffen.

Fratelli Tutti ist hier abrufbar.

Online verfügbare Beiträge von Sozialethiker:innen zu Fratelli Tutti

  • Amos International 1/2021 (Beiträge u.a. von Michelle Becka, Matthias Möhring-Hesse, Peter Schallenberg, Christian Spieß, Johannes Wallacher)
  • Digitales Kolloquium (Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und KSZ, u.a. mit Marianne Heimbach-Steins, Ursula Nothelle-Wildfeuer, Peter Schallenberg)
  • Ingeborg Gabriel: Interview (katholisch.at)
  • Marianne Heimbach-Steins: Kommentar (ZdK), Blogbeitrag (feinschwarz.net), Arbeitspapier (Sozialethisches Arbeitspapier des ICS Münster, gemeinsam mit anderen)
  • Andreas Lob-Hüdepohl: Artikel (Die Zeit)
  • Matthias Möhring-Hesse: Videoeinführung (Video 1, Video 2, Video 3)
  • Elmar Nass: Interview (domradio.de)
  • Ursula Nothelle-Wildfeuer: Kommentar (Pressekonferenz der DBK)
  • Anna Noweck: Artikel (Zur Debatte), Gespräch (LMU, mit Reinhard Marx und Markus Vogt), Kommentar (Leserinbrief auf feinschwarz.net)
  • Wolfgang Palaver: Artikel (Die Furche), Interview (KirchenZeitung)
  • Peter Schallenberg: Artikel (Die Tagespost, 19.10.2020), Artikel (Die Tagespost, 02.11.2020), Artikel (Grüne Reihe, gemeinsam mit Peter Turkson), Pressemeldung (Erzbistum Paderborn)
  • Markus Vogt: Artikel (Stimmen der Zeit, gemeinsam mit Jörg Alt und Martin Kirschner), Gespräch (LMU, mit Reinhard Marx und Anna Noweck), Interview (kulturvision aktuell), Interview (radio horeb)
  • Johannes Wallacher: Interview (BR)
  • Joachim Wiemeyer: Artikel (katholisch.de)

Stand: April 2021; Ergänzungsvorschläge bitte an redaktion@christliche-sozialethik.de.

Stellungnahme zum Responsum der Glaubenskongregation

Stellungnahme Segnung gleichgeschlechtliche Paare

Am 21. März 2021 wurde eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich vom jüngsten Responsum der Glaubenskongregation zur Unmöglichkeit der kirchlichen Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften distanziert. Sie wurde von mehr als 200 Professorinnen und Professoren der katholischen Theologie aus dem deutschen Sprachraum unterschrieben, darunter auch eine Reihe von Mitgliedern der AG CSE.

Die Stellungnahme inkl. der Namen der Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern ist hier abrufbar. Sie wurde von einer Arbeitsgruppe der Universität Münster entworfen und kann auch weiterhin unterschrieben werden. Nähere Informationen dazu hier.

Sozialethische Stellungnahme zur Weigerung der deutschen Caritas, einem einheitlichen Tarifvertrag Altenpflege zuzustimmen

Am 25. Februar 2021 hat es die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes abgelehnt, der Allgemeinverbindlicherklärung des Tarifvertrags Altenpflege zuzustimmen. Mit diesem Beschluss scheitert das Vorhaben, den Tarifvertrag Altenpflege per Rechtsverordnung für die gesamte Branche allgemein verbindlich zu setzen und so die bundesweit geltenden Mindestbedingungen für die Altenpflege anzuheben.

Diesen Beschluss kritisieren katholische Sozialethikerinnen und Sozialethiker, darunter einige Mitglieder der AG CSE, in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Das Urteil der Sozialethiker:innen zusammengefasst: Eine Caritas, die sich einheitlichen Tarifverträgen für die öffentliche Daseinsvorsorge widersetzt, setzt sich in Widerspruch zu dem eigenen Anspruch, ein verantwortlicher Sachwalter der öffentlichen Daseinsvorsorge zu sein. Die Weigerung, dem Tarifvertrag Altenpflege zuzustimmen, darf nicht das »letzte Wort« der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas gewesen sein. Die Sozialethiker:innen fordern die Kommission und darin vor allem die Arbeitgeberseite auf, ihre Entscheidung zu revidieren. Sie empfehlen den bei der Caritas und ihren Einrichtungen Beschäftigten, ihren »Dienstgebern« machtvoll entgegenzutreten und die Unterstützung ihrer Caritas für einen einheitlichen Tarifvertrag Altenpflege zu erstreiten.

Zur Stellungnahme, zur Pressemitteilung

Kontakt: Prof. Dr. Bernhard Emunds, Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse

Heppenheimer Tage zur “Wohnungsfrage”

Heppenheimer Tage 2021

Am 22. und 23. März 2021 finden die 10. Heppenheimer Tage zur Christlichen Gesellschaftsethik statt. Die u. a. von Bernhard Emunds geleitete Tagung wird als Online-Veranstaltung organisiert und widmet sich dem Thema “Die Wohnungsfrage – eine Gerechtigkeitsfrage”.

Weitere Informationen zur Tagung bzw. zur Anmeldung, die bis 10. März möglich ist, finden sich hier.

Christliche Umweltethik – Buchvorstellung

Christliche Umweltethik

Das neue umweltethische Grundlagenwerk “Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen” von Markus Vogt wird am 15. April 2021 in einer Online-Veranstaltung vorgestellt.

Das Buch behandelt in 22 Kapiteln die maßgeblichen sozialethischen Theoriemodelle, die ökotheologische Tiefendimension und die praktischen Handlungsfelder der Umweltethik. Es dient als umfassendes Kompendium umweltethischen Wissens und ist lehrbuchhaft aufgebaut.

Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Programm und Beitrittslink sind hier verfügbar.

Weitere Informationen zum Buch: Website des Lehrstuhls von Markus Vogt (LMU München), Website des Verlags (Herder)

Sammelband: Perspektiven für eine lebenswerte Gesellschaft

Perspektiven für eine lebenswerte GesellschaftMarianne Heimbach-Steins und Wolfgang Palaver sind beide mit einem Beitrag im Anfang 2021 erschienenen Sammelband “Perspektiven für eine lebenswerte Gesellschaft. Zum Beitrag des Christlichen vor Ort” vertreten.

Die von Simon Ebner, Alois Halbmayr und Josef P. Mautner herausgegebene Publikation möchte Denkanstöße zu christlich motiviertem Engagement für eine positive Gestaltung der zukünftigen Gesellschaft geben. Marianne Heimbach-Steins untersucht in ihrem Text kirchliche Diskursbeiträge als gesellschaftliche Ressource entlang der sozialethischen Grundprinzipien. Wolfgang Palaver schließt an Papst Franziskus an und rückt die der Gleichgültigkeit gegenüberstehende Geschwisterlichkeit in den Fokus.

Weitere Informationen zur Publikation finden sich auch in einem von Wolfgang Beck verfassten Beitrag auf feinschwarz.net, der hier abrufbar ist.

Simon Ebner u.a. (Hg.): Perspektiven für eine lebenswerte Gesellschaft. Zum Beitrag des Christlichen vor Ort (= Salzburger Theologische Studien 63), Tyrolia: Innsbruck 2021.

Laudato Si’ Kommentare

Die Enzyklika “Laudato si'” von Papst Franziskus

Hier finden Sie die Enzyklika “Laudato si'” von Papst Franziskus.

Kommentare und Stellungnahmen von Sozialethiker:innen

Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Münster: Kommentar

Prof. Dr. Bernhard Emunds, Frankfurt am Main: Interview

Prof. Dr. Markus Vogt, München: Interview, Kommentar

Prof. Dr. Joachim Wiemeyer, Bochum: Kommentar

Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, München: Interview, Kommentar

Prof. Dr. Matthias Möhring-Messe, Tübingen: Kommentar

Prof. Dr. Michael Reder, München: InterviewKommentar

Prof. Dr. Gerhard Kruip, Mainz: Artikel, Interview

Podiumsdiskussion der Österreichischen Kommission Iustitia et pax

Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, Frankfurt am Main: Kommentar

Prof. Dr. Stefan Wirz, Zürich: Kommentar

Kommentar: Heimbach-Steins, Marianne / Lienkamp, Andreas: Die Enzyklika “Laudato si'” von Papst Franziskus. Auch ein Beitrag zur Problematik des Klimawandels und zur Ethik der Energiewende, in: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 56 (2015) 155-179

Zwei Arbeitspapiere zur Enzyklika “Laudato Si” können hier und hier abgerufen werden.

Online-Tagung: Menschenrechte in den Konfessionen

Menschenrechte in den Konfessionen

Unter dem Titel “Menschenrechte. Begründung und Stellung in den verschiedenen Konfessionen” findet am 19. und 20. Februar 2021 die Europäische Tagung für Konfessionskunde statt.

Ingeborg Gabriel bringt einen Vortrag zum systematisch-theologischen Blick auf die Menschenrechte aus katholischer Perspektive ins Tagungsprogramm ein.

Die Tagung widmet sich den Menschenrechten in historischer und systematischer Perspektive und fragt danach, in welchen Nuancen sich die einzelnen konfessionellen Wahrnehmungen unterscheiden. Sie möchte einen Beitrag zum Verstehen und zur Bedeutung der Menschenrechte im ökumenischen Diskurs zwischen den Kirchen leisten.

Weitere Informationen u.a. zur Anmeldung erhalten Sie hier.