Krieg gegen die Ukraine – Stimmen aus der Christlichen Sozialethik

Friedenstaube vor ukrainischer Flagge. Bildquelle: https://oberbergmitte.de/stilles-gebet-taeglich-ab-montag-den-28-02-2022/

Der brutale Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt eine umfassende Herausforderung für das politische Handeln in Europa und der Welt dar. Die Situation der Flüchtlinge, die Fragen von militärischer Gewalt, politische Ordnung und Sicherheit usw. sind Themen der Christlichen Sozialethik.

Wir sammeln Äußerungen von christlichen Sozialethikerinnen und Sozialethikern auf einer Seite, die wir laufend aktualisieren: Krieg gegen die Ukraine – Stimmen aus der Christlichen Sozialethik.

Call for Papers: Demokratiegefährdung und Religion. Internationale Perspektiven – Berliner Werkstattgespräch 2025

2025 widmet sich das alljährliche Werkstattgespräch der AG Christliche Sozialethik dem Thema „Demokratiegefährdung und Religion. Internationale Perspektiven“. Es findet von 24. bis 26. Februar 2025 in der Katholischen Akademie Berlin statt.

Im Rahmen der Tagung sind am Dienstag, den 25. Februar 2025, Kleingruppen vorgesehen, in denen Beiträge mit einer Vortragsdauer von max. 25 Minuten präsentiert werden können. Das Vorbereitungsteam lädt herzlich zur Einreichung von Themenvorschlägen und möglichen Beiträgen aus der Christlichen Sozialethik und benachbarten Disziplinen ein. Angesprochen sind ausdrücklich auch Nachwuchswissenschaftler:innen.

Die Beiträge sollten sich im Themenfeld der Tagung verorten. Sie können sich auf konkrete Praxisfelder beziehen (z.B. politische Parteien, rechte Akteure und Netzwerke, rechte Normalisierung im kirchlichen Raum etc.) oder Theoriefragen behandeln und einzelne Themen aufgreifen und vertiefen (Liberalismuskritik, Demokratiekritik, Pfade der Säkularisierung, Instrumentalisierung und Vereinnahmung religiöser Ideen etc.). Auch internationale Perspektiven und der Blick auf andere Religionen sind willkommen.

Einsendeschluss ist am 15.10.2024. Weitere Informationen finden sich hier.

Neuer Podcast: „OMG – Der Podcast über mehr als alles“

Vier Theolog:innen aus Fribourg in der Schweiz starten einen neuen Podcast: Unter dem Titel «OMG – Oh mein Gott. Der Podcast über mehr als alles» sprechen Daniel Bogner, Noemi Honegger, Markus Zimmermann und Elisabeth Zschiedrich ab Juli monatlich eine Stunde über religiöse, ethisch-moralische und gesellschatsrelevante Fragen.

Mit ihrem Podcast wollen die Vier nicht allein religiöse oder gläubige Menschen erreichen, sondern die theologische Bubble bewusst verlassen. Die ausgewählten Themen sprechen alle an, die sich Gedanken über die Welt und ein sinnvolles Leben machen. So lautet der Titel der ersten Folge: «Alles Zufall oder was? Kann man das Leben planen?», und die zweite Folge fragt: «Glauben. Was ist das und wie geht das?» Auf die Antworten darf man gespannt sein. Zu hören sind sie ab 1. Juli überall da, wo es Podcasts gibt.
Mehr Informationen auf der Website: https://omg-podcast.com/

(Text der Presseinformation entnommen und gekürzt).

    Neuerscheinung: Mensch werden. – Markus Vogt/Ivo Frankenreiter (Hg.)

    Am 10. Juni 2024 ist der Band „Mensch werden. Christlicher Humanismus zwischen Philosophie und Theologie“ als Open Access beim Schwabe Verlag erschienen. Aus der Buchbeschreibung: „Der Humanismus hat die Geschichte Europas sowie den moralischen Anspruch der Aufklärung geprägt. Die in ihm wirksam gewordene Synthese zwischen theologischen und philosophischen Zugängen ist heute jedoch höchst fragil. Im Post- und Transhumanismus wird sie radikal in Frage gestellt. Der anthropozentrische Humanismus wird in der Umweltethik nicht selten als Ursache der Naturvergessenheit angeklagt. Mündet der säkulare Humanismus, der die Dimension der Transzendenz verloren hat, in eine Egozentrik, in der sich der Mensch als alleiniges Maß aller Dinge wähnt? Ist der Humanismus in der heutigen Weltgesellschaft als ethischer Kompass akzeptanzfähig? Was heißt Mensch werden im Anspruch der unbedingten Würde? Vor dem Hintergrund dieser drängenden Fragen lotet der vorliegende Band die sozialethische Debatte um den Humanismus unter veränderten Bedingungen neu aus.“

    Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Verlags.

    Ausschreibung: Pater Johannes Schaschnig SJ-Preis

    Die Industriellenvereinigung schreibt in Kooperation mit der Katholischen Privatuniversität Linz und dem Forum christlicher Führungskräfte einen Preis für Angehörige aller Studienrichtungen aus. Es können alle wissenschaftlichen Publikationen (von Seminararbeiten bis zu Habilitationen), die innerhalb der vergangenen zwei Jahre an einer anerkannten Hochschule verfasst und bereits benotet bzw. veröffentlicht wurden, eingereicht werden.

    Der Preis zielt auf die Förderung des wissenschaftlichen Dialogs von Ökonomie mit Ethik ab
    und will vor allem Studierende und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler motivieren,
    sich mit dieser Thematik zu befassen. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben, die zwischen €3.500 und €500 dotiert sind.

    Einreichungen sind bis zum 12. Juli 2024 möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Forum Sozialethik 2024: Einladung und Programm

    Das diesjährige Forum Sozialethik findet von 9. bis 11. September 2024 statt und steht unter dem Thema „Gegen das Aus im gemeinsamen Haus! Die ökologische Krise – Paradigmenwechsel in der Christlichen Sozialethik?“.

    Das Vorbereitungsteam lädt interessierte Nachwuchswissenschaftler:innen herzlich ein, an der Tagung teilzunehmen. Eine Anmeldung ist bis zum 18. August 2024 möglich.

    Alle weiteren Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf finden sich im Programm bzw. auf der Webseite des Forum Sozialethik.

    Online Vortrag „War-Peace-Reconciliation“ | 11.07.2024

    Der Arbeitsbereich Caritaswissenschaft und Christliche Sozialarbeit der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg veranstaltet eine Vorlesungsreihe zum Thema:
    „War-Peace-Reconciliation: The Aftermath of War and Violence and the Work of Peace and Reconciliation“ 

    Der dritte Vortrag der Reihe wird am 11. Juli 2024 zum Thema: Trauma in the genes – an incurable diagnosis? On the „heritage“ of Russian Germans. Vortragende: Christina Pauls M.A.

    Weitere Information und kostenlose Anmeldung:
    https://eveeno.com/689451741

    Neuerscheinung: Gerechte Rente – Anna Karger-Kroll/Lars Schäfers (Hg.)

    „Der demografische Wandel, veränderte Arbeits- und Lebensformen, eine zunehmende Altersarmut… Das System der Alterssicherung steht aktuell vor vielfältigen Herausforderungen, was dazu führt, dass die Frage nach einer gerechten Rente für viele Menschen von existenzieller Bedeutsamkeit ist. Doch was bedeutet „gerechte Rente“? Dieser Frage geht der Band aus einer sozialethischen und zugleich interdisziplinären Perspektive nach, wobei unterschiedliche Dimensionen von Gerechtigkeit angesprochen werden. Leitend ist dabei die Annahme, dass Reformansätze auf dem Feld der Alterssicherung erst auf Grundlage einer Verständigung über die mit ihnen verbundenen normativen Geltungsansprüche diskutiert werden können.“ (Auszug aus der Buchbeschreibung)

    Zum Buch auf der Webseite des Verlages.

    20.06.2024 Sozialethische Morgenlage Mitteleuropa mit Dr. Iryna Fenno

    Die Vereinigung für Sozialethik in Mitteleuropa lädt herzlich zur nächsten „Sozialethischen Morgenlage Mitteleuropa“ ein. Die Sozialethische Morgenlage richtet sich an Mitglieder der Vereinigung sowie an alle an aktuellen sozialethischen Herausforderungen und Perspektiven interessierte Personen. In 20 minütigen, fundierten, aber nicht zu akademischen Kurzimpulsen wird landesbezogen ein Input gegeben. Anschließend verbleiben 20-25 Minuten für Fragen und Diskussion. 

    Der Kurzimpuls der Sozialethischen Morgenlage wird von Dr. Iryna Fenno, Taras-Schewtschenko-Universität Kyjiw (Ukraine), zum Thema A just peace in the realities of the Russian-Ukrainian war gestaltet.

    Moderation: Prof. Dr. Markus Vogt, Ludwig-Maximilans-Universität München (Deutschland)

    Für die Anmeldung folgen Sie bitte dem Link.

    Stellenausschreibung Frankfurt/Main: wiss. Koordination (m/w/d), 100%

    An der Goethe-Universität Frankfurt/Main ist ab 1.9.2024 die Stelle der wiss. Koordination (m/w/d) der Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen am Fachbereich Kath. Theologie zu besetzen (E13 TV-GU, 100%). Die Stelle wird zunächst für 3 Jahre vergeben, eine Verlängerung um weitere 3 Jahre ist möglich.

    Gesucht wird eine engagierte Persönlichkeit, die vorzugsweise über eine Promotion im Bereich Medizinethik/Gesundheitsethik/Sozialethik verfügt und die in Zusammenarbeit mit der akademischen Leitung den weiteren Ausbau und die wissenschaftliche Profilierung der Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen vorantreibt. Die Position schließt die Möglichkeit zur eigenen Schwerpunktsetzung und zur wiss. Weiterqualifikation mit ein.

    Aussagekräftige Bewerbungen werden bitte digital bis zum 25.06.2024 unter Angabe der Kennziffer „129“ an das Dekanat des Fachbereichs Katholische Theologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main, gesendet: FB07-Bewerbungen@em.uni-frankfurt.de.

    Für Rückfragen steht Prof. Christof Mandry unter mandry@em.uni-frankfurt.de gerne zur Verfügung.

    Zur kompletten Stellenausschreibung als PDF.

    Ökumenischen Klimaappell auch an den Bundespräsidenten

    Am 22.05.2023 haben 125 Theologinnen, Theologen und in theologisch-kirchlichen Einrichtungen tätigen Mitarbeitende einen ökumenischen Klimaappell an den Bundespräsidenten gerichtet: „Herr Bundespräsident Steinmeier, in großer Sorge bitten wir Sie eindringlich: Machen Sie in Verantwortung gegenüber den Menschen (insbesondere auch den Kindern und künftigen Generationen) sowie den Tieren und der Schöpfung im weiteren Sinne von Ihrem Recht Gebrauch, die Novelle des Klimaschutzgesetzes, die den Weg in die Unverbindlichkeit öffnet, nicht auszufertigen (Art. 82 Abs. 1 Satz 1 GG).“ Wir beziehen uns auf das ausführliche Schreiben der Anwaltskanzlei Geulen und Klinger im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an den Bundespräsidenten vom 16. Mai 2024, das 18 Punkte auflistet, in denen die Novelle des Klimaschutzgesetzes als verfassungswidrig angesehen wird (s. Anlage). Bisher haben sieben Bundespräsidenten von Art. 82 GG Gebrauch gemacht, indem sie ein von Bundestag und Bundesrat bereits beschlossenes Gesetz nicht durch ihre Unterschrift ausgefertigt haben, der letzte, erforderliche Schritt in der parlamentarischen Gesetzgebung.

    Mehr als 260 Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger aus Theologie und Kirchen hatten als Erstunterzeichner*innen bereits im Oktober 2023 an alle zuständigen Minister und Ministerinnen sowie Parteivorsitzende appelliert, eine verantwortungsvollere Klimaschutzpolitik zu betreiben und insbesondere das Klimaschutzgesetz nicht zu entschärfen. Danach haben sich mehr als 5000 weitere Unterzeichner*innen diesem Appell angeschlossen (siehe Link unten)

    Der jetzige Aufruf führt den früheren Appell konsequent fort; wiederum haben namhafte Expertinnen und Experten der theologischen Klimaethik wie z. B. Ruben Zimmermann (Mainz; Initiator), Markus Vogt (München),  Michael Rosenberger (Graz/Würzburg), Claus-Dieter Osthövener (Marburg) oder Frederike van Oorschot (Heidelberg) sowie vielen Mandatsträger*innen aus vier unterschiedlichen Kirchen (evangelische Landeskirchen, römisch-katholische Kirche, alt-katholische Kirche, Evangelisch-methodistische Kirche) sowie Direktoren kirchlicher Einrichtungen wie „Misereor“ oder Akademien mitunterzeichnet.

    Appell von Verantwortungsträgern und Verantwortungsträgerinnen aus theologischer Wissenschaft und Kirchen als PDF
    Schreiben im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe als PDF


    Weiterführende Links:

    https://zeitzeichen.net/node/10748 – Online-Erstveröffentlichung des Appells am 19.10.2023
    https://chng.it/Hg84WRjgWd – Petitionsplattform Change.org