Magnifica Humanitas – Stimmen aus der Christlichen Sozialethik

Am 15. Mai 2026 unterzeichnete Papst Leo XIV. seine erste Enzyklika: Magnifica Humanitas. Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Zum 135-jährigen Jubiläum der ersten Sozialenzyklika (Rerum Novarum von Papst Leo XIII.) stellt er sich explizit in die lebendige Tradition der Katholischen Soziallehre und möchte seinen Beitrag im Licht der Neuerungen unserer Zeit leisten (vgl. MH 3-4).

Auf dieser Seite sammeln wir Kommentare und Beiträge zu MH von Vertreter:innen der Christlichen Sozialethik, besonders unserer Mitglieder.

Weitere Sammlungen mit Veröffentlichungen von Sozialethiker:innen zu zeitgenössischen Themen finden sich hier.

Hinweis: Die Liste wird laufend aktualisiert. Wir bitten um Hinweise und Ergänzungen an die Redaktion.

Call for Papers: Freie Forschungsbeiträge zur Sozialethik im Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften

Die Redaktion des Jahrbuches für Christliche Sozialwissenschaften (JCSW) lädt herzlich dazu ein, einen wissenschaftlichen Beitrag zu einem frei gewählten Thema der Sozialethik zur Publikation in ihrer Rubrik „Freie Forschungsbeiträge zur Sozialethik“ einzureichen. Das JCSW ist das Leitmedium der (katholischen) theologischen Disziplin „Christliche Sozialethik“ im deutschsprachigen Raum. Es ist in seiner Ausrichtung ökumenisch, interdisziplinär, international und an den Lebenswirklichkeiten der Menschen orientiert. In der Rubrik „Freie Forschungsbeiträge zur Sozialethik“ werden in jeder Ausgabe des JCSW bis zu drei sozialethische Beiträge zu einem frei gewählten sozialethischem Thema veröffentlicht.

Der Gesamtumfang des Manuskripts soll nicht mehr als 48.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Fußnoten) umfassen. Eingereichte Beiträge (in dt. oder engl. Sprache) durchlaufen ein vollständig anonymisiertes double-blind Peer Review Verfahren.
Die Einladung richtet sich an alle Wissenschaftler*innen der Christlichen Sozialethik und ihrer Bezugswissenschaften. Die Redaktion freut sich besonders über Einreichung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Einsendeschluss der vollständigen Beiträge (dt. oder engl.) ist der 31. Januar 2027.

Weitere und ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage des JCSW oder im beigefügten Call for Papers.

 

Amosinternational-Sonderausgabe: Sozialethische Kommentierungen zu Magnifica Humanitas

Vor wenigen Jahren war Künstliche Intelligenz ein abstraktes Phänomen, „eine entfernte Verwandte von Robotik, Automatisierung und dem Internet“. Heute beherrscht sie unseren Alltag, beeinflusst, wie wir miteinander kommunizieren, in sozialen Beziehungen interagieren, und sie entscheidet zunehmend darüber, wer wirtschaftliche und politische Macht entfalten kann. Die KI-Technologie und die damit einhergehenden Transformationen ihrer gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen fokussiert der Papst nun in seiner ersten Enzyklika, die er am 15. Mai 2026 unterzeichnete.
Die von Hermann-Josef Große Kracht und Jonas Hagedorn koordinierte Sonderausgabe von Amosinternational zu Magnifica humanitas hat zum Ziel, einige Aspekte der Sozialenzyklika Leos XIV. mit Beiträgen von Anna Puzio, Bernhard Emunds, Michelle Becka und Christian Spieß zu vertiefen. Die Sonderausgabe widmet sich der Einordnung ihrer Inhalte in die Geschichte der päpstlichen Sozialverkündigung, aber auch den KI-ethischen, wirtschaftsethischen, friedensethischen und politisch-theoretischen Perspektiven, die in ihr deutlich werden.

Nähere Informationen zum Inhalt der Sonderausgabe finden sich hier. Eine Gratisausgabe der Amosinternational-Sonderausgabe ist über den Link bestellbar.

Ankündigung Tagung in Wiesbaden-Naurod Semptember 2027: „Konkurrenzlos gute Theologie“

Die von der Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie (VAKT) organisierte Tagung „Konkurrenzlos gute Theologie“ wird vom 29. September bis 1. Oktober 2027 im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod stattfinden.

Im Mittelpunkt stehen aktuelle Ansätze, überraschende Ideen und verschiedene Formen der Theologie im deutschprachigen Raum – und die Frage, wie sie sich entwickeln kann. Die Tagung soll einen Rahmen zum Kennenlernen und zum Austausch gerade auch für die Mitglieder der Junior-AGen und der Nachwuchsnetzwerke bieten.

Hierbei handelt es sich um eine Terminankündigung. Nähere Informationen zur Anmeldung und dem Programm folgen, sobald diese von den Veranstaltenden veröffentlicht werden.

Stellenausschreibung in Frankfurt: Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in am NBI

Am Oswald von Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik (NBI) in Frankfurt ist zum 1. Dezember 2026 die Stelle einer:s Wissenschaftliche:n Mitarbeiter:in (m/w/d) zu besetzen. Der Stellenumfang beträgt 50 % befristet auf drei Jahre (mit der Möglichkeit einer Verlängerung).

Gesucht werden Personen mit Hochschulstudium in Katholischer Theologie, Philosophie, Politischer Theorie oder einer Sozialwissenschaft (einschließlich Ökonomie). Weiters werden u.a. Kenntnisse in philosophischer oder theologischer Ethik, ausgeprägte Forschungskompetenzen und Interesse an interdisziplinärem Arbeiten sowie an Wirtschafts- und Sozialpolitik erwartet.

Bewerbungen können bis zum 1. Oktober 2026 eingereicht werden.

Zur Ausschreibung als PDF, zur Meldung auf der Website des NBI.

 

Stellenausschreibung in Mainz: Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in – Christliche Anthropologie und Sozialethik

Im Fach Christliche Anthropologie und Sozialethik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Prof. Katja Winkler) ist zum 15. Oktober 2026 eine Stelle als Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (Praedoc oder Postdoc) zu besetzen.

Gesucht werden Personen mit abgeschlossenem wissenschaftlichen Hochschulstudium, vorzugsweise im Bereich Katholische Theologie, einem aktuellen Forschungsprojekt im christlich-sozialethischen Bereich sowie sehr guten Deutsch- und Englischkenntnissen.

Erwünscht sind außerdem religionssoziologische Kenntnisse, Erfahrungen in der (universitären) Lehre sowie in der Beantragung von Drittmitteln.

Im Fall einer Bewerbung als Postdoc wird eine Promotion, vorzugsweise im Fach Theologische Sozialethik oder Christliche Sozialwissenschaften, erwartet.

Die Bewerbungsfrist endet am 16.08.2026.

Zur Ausschreibung.

Call for Papers: Theologie explizit machen

Von 8. bis 9. März 2027 veranstaltet der akademische Mittelbau der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main die Tagung: Theologie explizit machen! Verstehen und Entdecken über Fachgrenzen hinaus.

Anknüpfend an die Vielfältigkeit der Theologie wird ein Forum geboten, um aktuelle Ansätze und Aufbrüche in der wissenschaftlichen Theologie zu besprechen – und zwar so, dass diese über übliche Grenzen theologischen Fächer hinweg verstanden werden können. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen Arbeiten aus der Theologie und theologienaher Bereiche der Philosophie daher explizit gemacht, d. h. ohne Rückgriff auf ungeklärte Fachbegriffe erläutert werden. Es wird gemeinsam versucht, unterschiedliche Beiträge anhand der jeweiligen Thematik nachzuvollziehen, die Begriffe gemeinsam zu schärfen und so gegenseitig zu neuen Verknüpfungen zu inspirieren.

Wissenschaftler:innen in der Qualifikationsphase sind herzlich eingeladen, Abstracts für Präsentationen einzureichen. Gerade für den fächerübergreifenden Ansatz der Tagung sind Sichtweisen aus der Chrstlichen Sozialethik hilfreich und wichtig. Deadline ist der 15.8.2026.

Weitere Informationen als PDF.

Stellenausschreibung: Akademische:r Rat:Rätin oder Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in für Ethik an der RWTH Aachen

Am Institut für Katholische Theologie der RWTH Aachen ist zum 01. Oktober 2026 eine unbefristete Vollzeitstelle als Akademische:r Rat:Rätin bzw. Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (m/w/d) mit dem Schwerpunkt Ethik zu besetzen. Die Stelle ist den Lehr- und Forschungsgebieten der systematischen Theologie sowie Religionspädagogik und praktischen Theologie zugeordnet und wird mit A13 bzw. TV-L 13 bewertet.

Gesucht wird eine wissenschaftliche Persönlichkeit mit abgeschlossenem Promotionsstudium der Theologie oder einer benachbarten Disziplin und ausgewiesenem Interesse an theologischen und ethischen Fragestellungen. Erwünscht sind insbesondere Forschungsschwerpunkte in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Umwelt- und Technikethik, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, religiöse Bildung in pluralen Gesellschaften oder Theologie im Kontext globaler Herausforderungen. Zu den Aufgaben gehören u.a. die Mitwirkung in Lehre und Forschung, die selbstständige wissenschaftliche Arbeit im Bereich der theologischen Ethik, die Durchführung von Lehrveranstaltung sowie Mitarbeit an Drittmittelprojekten.

 

Die Bewerbungsfrist ist der 06. August 2026.

Weitere Informationen zu den Profilanforderungen und dem Bewerbungsverfahren finden sich in der vollständigen Stellenausschreibung auf der Website der RWTH Aachen.

Berliner Werkstattgespräch 2027: Generationengerechtigkeit im Sozialstaat. Normative Perspektiven auf die Alterssicherung – CfP für Nachwuchswissenschaftler:innen

Von 15. bis 17. Februar 2027 wird in der Katholischen Akademie Berlin das Berliner Werkstattgespräch 2027 stattfinden. Die jährliche Tagung der AG Christliche Sozialethik widmet sich dieses Mal dem Thema „Generationengerechtigkeit im Sozialstaat. Normative Perspektiven auf die Alterssicherung“.

Aus dem Call: „Gesellschaften, die die wirtschaftliche Nutzung menschlicher Arbeitskraft über Lohnarbeit organisieren und die damit verbundene altersbedingte Erwerbslosigkeit in irgendeiner Form kollektiv lösen, bringen spezifische Generationenverhältnisse hervor. Auf unterschiedlichen Politikfeldern werden diese politisch verhandelt,
gegebenenfalls mit anderweitigen Generationenverhältnissen vermittelt – und auf dem Wege gesetzlicher Regelungen, staatlicher oder öffentlicher Administration und kollektiver Organisation institutionalisiert. Die gesetzliche Alterssicherung, kurz: die Rente, ist wohl die bekannteste Weise, ein Generationsverhältnis zu ›erschaffen‹, zu organisieren und zu institutionalisieren – und ist zugleich das Generationenverhältnis, das politisch am stärksten umstritten ist. Entsprechend geraten das Rentensystem
und das darüber organisierte Generationenverhältnis – immer wieder – in die politischen Auseinandersetzungen. Mit wiederkehrenden Interessen und Meinungen, aber auch Argumenten und Gegenargumenten, häufig mit denselben ›Schulen‹ und Parteien, denselben oder ähnlichen Skandalisierungen und ›Beschwichtigungen‹, muss der über die Rente laufende ›Generationenvertrag‹ immer wieder neu verhandelt werden. (…)“

Call für Nachwuchswissenschaftler:innen
„Mit diesem Call werden Nachwuchswissenschaftler:innen aus der Christlichen Sozialethik und aus benachbarten Disziplinen eingeladen, mit Erträgen aus ihrenlaufenden oder abgeschlossenen Projekten, aber auch mit außerhalb ihrer Projekteentstandenen Analysen und Reflexionen die Tagung zu bereichern. Die Vorträge (Vortragsdauer max. 25 Minuten) werden in einem offenen Panel am Dienstag, dem 16. Februar 2027 in Kleingruppen gehalten und diskutiert.
Die Vorträge sollen zum Thema der Tagung beitragen. Sie können sich auf Generationenbeziehungen, Generationenverhältnisse, Fragen der Gerechtigkeitzwischen den Generationen, aber auch innerhalb der Generationen, beziehen. Dabei können sie spezifische Fragen der Alterssicherung und der Rentenversicherung aufgreifen, beispielsweise bestimmte Personen- und Erwerbsgruppen, verschiedene Beiträge zur Gewährleistung der Alterssicherung (etwa durch Familien- und Sorgearbeit), die soziale Verteilung von Belastungen und Begünstigungen, unterschiedliche Säulen der Alterssicherung, (Alters-)Armut, geschichtliche Entwicklungen, den demografischen Wandel oder andere Länder in den Blick nehmen. Analysen zum öffentlichen Diskurs, zu politischen und medialen Argumentationslinien, Interessenorientierungen, Fokussierungen und blinden Flecken sind gleichfalls bedeutsam.“

Vortragsangebote inkl. Konzept bzw. Zusammenfassung sollen bis zum 14. September 2026 an bernhard.laux@ur.de gesendet werden.

Zum Call.

Job Opening: Predoctoral University Assistant (3 years, 75%) at the University of Vienna (VDTR)

University of Vienna is looking for two predoctoral University assistants as part of the Vienna Doctoral School of Theology and Research on Religion (VDTR). Application deadline: 19 July 2026.

The VDTR is a joint doctoral school of the Faculty of Catholic Theology, the Faculty of Protestant Theology, and the Research Centre „Religion and Transformation.“ It offers research-led, interdisciplinary doctoral education spanning Catholic, Protestant, Orthodox and Islamic theology; religious studies; Islamic studies; Jewish studies; and philosophy of religion.

This position can be used to pursue a doctoral degree at one of the VDTR’s member organizations. Dissertation projects in the field of social ethics are warmly encouraged.

Full job posting and application: https://jobs.univie.ac.at/job/University-assistant-predoctoral/1409324833/

More on the VDTR: https://vdtr.univie.ac.at/

For questions about the position, please contact the VDTR (contact.vdtr@univie.ac.at)

Forum Sozialethik 2026: Einladung und Programm

Das diesjährige Forum Sozialethik findet von 14. bis 16. September 2026 statt und steht unter dem Titel „Doch nicht so gleich? Soziale Ungleichheit und das normative Ideal der Gleichheit“.

Das Vorbereitungsteam lädt interessierte Nachwuchswissenschaftler:innen herzlich ein, an der Tagung teilzunehmen. Eine Anmeldung ist bis zum 16. August 2026 möglich.

Alle weiteren Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf finden sich im Programm bzw. auf der Website des Forum Sozialethik.