Am 15. Mai 2026 unterzeichnete Papst Leo XIV. seine erste Enzyklika: Magnifica Humanitas. Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Zum 135-jährigen Jubiläum der ersten Sozialenzyklika (Rerum Novarum von Papst Leo XIII.) stellt er sich explizit in die lebendige Tradition der Katholischen Soziallehre und möchte seinen Beitrag im Licht der Neuerungen unserer Zeit leisten (vgl. MH 3-4).
Auf dieser Seite sammeln wir Kommentare und Beiträge zu MH von Vertreter:innen der Christlichen Sozialethik, besonders unserer Mitglieder.
- Emunds, Bernhard. Papst Leo stellt die Machtfrage im Digitalkapitalismus. NBI-Positionen: 2/2026, 27.05.2026.
- Filipović, Alexander. Die großartige und verwundete Menschheit am Scheideweg. Papst Leos neue Sozialenzyklika über den technologischen Wandel und die Künstliche Intelligenz. feinschwarz.net, 25.05.2026.
- Filipović, Alexander. Magnifica humanitas – Die neue Sozialenzyklika von Papst Leo XIV.. Vorlesung (Video) veröffentlicht auf dem YouTube-Kanal der Katholischen Sozialakademie Österreichs, 27.05.2026.
- Kaiser-Duliba, Alexandra. Ethikerin: Papst hat Stimme der Menschen in KI-Diskurs eingebracht. katholisch.de, 29.05.2026.
- Nass, Elmar. Warnung vor der Macht der KI: Eine sozialethische Einordnung von „Magnifica humanitas“. Domradio.de, 25.05.2026.
- Nothelle-Wildfeuer, Ursula. „Für Leo XIV. ist Wahrheit kein fertiges Gebäude aus dogmatischen Grundsätzen“. Interview: pfarrblattbern.ch, 28.05.2026.
- Nothelle-Wildfeuer, Ursula; Reder, Michael; Vogt, Markus. Beitrag in: „KI entwaffnen“: Papst Leo legt erste Enzyklika vor, BR24, 25.05.2026.
- Nothelle-Wildfeuer, Ursula. Und sie bewegt sich doch…. feinschwarz.net, 30.05.2026.
- Nothelle-Wildfeuer, Ursula. Würdigung der Enzyklika „Magnifica humanitas – über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ von Papst Leo XIV.. Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz, 25.05.2026.
- Reder, Michael. KI entwaffnen: Die neue Enzyklika Magnicifa Humanitas zu Fragen der Künstlichen Intelligenz. Magazin der Hochschule für Philosophie München, 28.05.2026.
- Schneider, Martin. „Die Macht der Algorithmen und die Würde des Menschen“, in: Das Menschliche bewahren: Stimmen zur Enzyklika von Papst Leo. Presseinformationen der KU Eichstätt-Ingolstadt, 25.05.2025.
- Spieker, Manfred. Freiheit und ihre Grenzen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2026.
Weitere Sammlungen mit Veröffentlichungen von Sozialethiker:innen zu zeitgenössischen Themen finden sich hier.
Hinweis: Die Liste wird laufend aktualisiert. Wir bitten um Hinweise und Ergänzungen an die Redaktion.
Vorschläge einer Rentenreform der Bundesregierung werden aktuell in der von der Regierung eingesetzten Alterssicherungskommission (ASK) erarbeitet und stehen kurz vor dem Abschluss. Im Anschluss der Veröffentlichung der Ergebnisse veranstaltet die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) gemeinsam mit dem Berliner Institut für christliche Ethik und Politik (ICEP) am 2. Juli 2026 um 18.00 Uhr eine Online-Veranstaltung mit dem Titel „Ethik der Alterssicherung: Was heißt hier gerecht?“. In diesem digitalen Fachgespräch soll Raum geboten werden, die Ergebnisse der ASK sozialethisch zu reflektieren und zu diskutieren. Dabei wird Prof. Dr. Camille Logeay – Professorin für Volkswirtschaftslehre an der HTW Berlin und ein Mitglied der Alterssicherungskommission – über die Ergebnisse der ASK informieren. Dazu werden sozialethische Impulse von Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) gegeben.
An der staatlich anerkannten Katholischen Stiftungshochschule (KSH) am Campus München ist ab dem 15. Juli 2027 an der Fakultät für Soziale Arbeit eine vollzeitige Professursstelle (m/w/d, W2, 100%) zu besetzen. Die Anstellung erfolgt dabei in einem privatrechlichen Dienstverhältnis entsprechend der Besoldungsgruppe W2. In Anbetracht der angestrebten Erhöhung des Frauenanteils im Wissenschaftsbereich sind Bewerbungen qualifizierter Interessentinnen besonders willkommen.
In Kooperation mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen bietet die Goethe-Universität Frankfurt für das Wintersemester 2026/27 den interdisziplinären und praxisintegrierenden Masterstudiengang „Sozialethik im Gesundheitswesen“ an der Schnittstelle von Sozialethik, Medizinethik, Sozialwissenschaften und Gesundheitswesen. Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende mit Bachelorgrad in geistes-, sozial- und/oder gesundheitswissenschaftlichen Fächern, die sich mit Fragen von Gerechtigkeit, Verantwortung und institutioneller Gestaltung im Gesundheitswesen beschäftigen und diese berufspraktisch weiterverfolgen möchten. Das Studium verbindet sozialethische und medizinethische Perspektiven mit sozialwissenschaftlichen und gesundheitsbezogenen Zugängen, eröffnet Einblicke in Organisationen und Einrichtungen des Gesundheitswesens und bereitet auf Tätigkeiten vor, in denen ethische Urteilsbildung, gesellschaftliche Verantwortung und institutionelle Praxis zusammenkommen.
Das sich in den letzten Jahren verschobene Verhältnis von (katholischer) Kirche, Politik und Macht, und das von Demokratieermüdung, Politikverdrossenheit und gesellschaftlicher Polarisierung veränderte gesellschaftliche Klima prägt unsere heutige Zeit. Besonders in den Blick geraten dabei „unheilige Koalitionen“ und politische Allianzen aus christlichen fundamentalistischen Strömungen und politischen Rechten im sog. „Neointegralismus“.
Mit einem neuen Fellowship-Programm lädt die School of Transformation and Sustainability (STS) der KU-Eichstätt-Ingolstadt engagierte Forschende und Lehrende sowie fortgeschrittene Postdocs ein, Teil eines transformativen akademischen Umfelds zu werden. Gesucht werden engagierte DenkerInnen, ForscherInnen, PraktikerInnen sowie fortgeschrittene Postdocs, die sich mit den sozio-ökologischen Schnittstellen von Transformation und Nachhaltigkeit auseinandersetzen, um an nachhaltiger Zukunft zu forschen und sie aktiv mitzuentwickeln. Möglich sind unter anderem Junior-, Senior- oder Digital-Fellowships (m/w/d), die entweder ab dem 01. Oktober 2026 oder dem 01. Oktober 2027 im Laufe des jeweiligen akademischen Jahrsangetreten werden sollen.
Gesellschaftliche Krisen verändern die Art, wie Öffentlichkeit entsteht, wie Konflikte ausgetragen werden und wie Menschen miteinander diskutieren. Zwischen Polarisierung, digitalen Dynamiken und neuen Formen öffentlicher Kommunikation stellt sich die Frage: Wie wandeln sich Debattenkultur und Öffentlichkeit in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche? Dieser Frage widmet sich die vom 01. bis 03. Juni 2026 stattfindende Tagung „Strukturwandel der Öffentlichkeit. Krisendiskurse in der Spannung von Öffnung und Abwehr“ des Zentrums für Religion, Kirche und Gesellschaft im Wandel (ZRKG) an der KU Eichstätt-Ingolstadt. In den Blick genommen und diskutiert werden Entwicklungen und Wechselwirkungen von Krisendiskursen, Medialität und Streitkultur aus interdisziplinärer Perspektive mit Vorträgen von u.a. Eva Illouz, Hans-Joachim Höhn und Oliver Marchart.
„Politikum Boden: Handlungsoptionen für eine gerechte und gemeinwohlorientierte Landnutzung“ – unter diesem Titel laden die Bayerische Akademie Ländlicher Raum und die Akademie für Politische Bildung vom 