Magnifica Humanitas – Stimmen aus der Christlichen Sozialethik

Am 15. Mai 2026 unterzeichnete Papst Leo XIV. seine erste Enzyklika: Magnifica Humanitas. Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Zum 135-jährigen Jubiläum der ersten Sozialenzyklika (Rerum Novarum von Papst Leo XIII.) stellt er sich explizit in die lebendige Tradition der Katholischen Soziallehre und möchte seinen Beitrag im Licht der Neuerungen unserer Zeit leisten (vgl. MH 3-4).

Auf dieser Seite sammeln wir Kommentare und Beiträge zu MH von Vertreter:innen der Christlichen Sozialethik, besonders unserer Mitglieder.

Die Liste wird laufend aktualisiert. Wir bitten um Hinweise und Ergänzungen an die Redaktion.

Weitere Sammlungen mit Veröffentlichungen von Sozialethiker:innen zu zeitgenössischen Themen finden sich hier.

„Dualer“ Master in Frankfurt a. M.: Bewerbungsaufruf Master „Sozialethik im Gesundheitswesen“

In Kooperation mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen bietet die Goethe-Universität Frankfurt für das Wintersemester 2026/27 den interdisziplinären und praxisintegrierenden Masterstudiengang „Sozialethik im Gesundheitswesen“ an der Schnittstelle von Sozialethik, Medizinethik, Sozialwissenschaften und Gesundheitswesen. Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende mit Bachelorgrad in geistes-, sozial- und/oder gesundheitswissenschaftlichen Fächern, die sich mit Fragen von Gerechtigkeit, Verantwortung und institutioneller Gestaltung im Gesundheitswesen beschäftigen und diese berufspraktisch weiterverfolgen möchten. Das Studium verbindet sozialethische und medizinethische Perspektiven mit sozialwissenschaftlichen und gesundheitsbezogenen Zugängen, eröffnet Einblicke in Organisationen und Einrichtungen des Gesundheitswesens und bereitet auf Tätigkeiten vor, in denen ethische Urteilsbildung, gesellschaftliche Verantwortung und institutionelle Praxis zusammenkommen.

Die Bewerbung für das Wintersemester 2026/27 ist vom 1. Juni bis 15. Juli 2026 möglich.

Hier finden sich weitere Informationen zum Studienprofil, zu der Bewerbung und Zulassung sowie der Kontakt zur Studiengangskoordination.

Call for Papers: Kirche – Politik – Macht. Ein theologischer Blick auf neue Netzwerke von christlicher und politischer Rechten

Das sich in den letzten Jahren verschobene Verhältnis von (katholischer) Kirche, Politik und Macht, und das von Demokratieermüdung, Politikverdrossenheit und gesellschaftlicher Polarisierung veränderte gesellschaftliche Klima prägt unsere heutige Zeit. Besonders in den Blick geraten dabei „unheilige Koalitionen“ und politische Allianzen aus christlichen fundamentalistischen Strömungen und politischen Rechten im sog. „Neointegralismus“.

Die geplante Ausgabe 10:2 der Zeitschrift LIMINA der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz widmet sich deshalb dem komplexen Beziehungsgeflecht von Kirche – Politik – Macht aus sowohl binnentheologischer als auch interdisziplinärer Perspektive. Ziel ist es, die gegenwärtigen Erscheinungsformen der demokratie- und theologiepolitischen Implikationen dieser Strömungen einer systematisch-theologischen Relfexion und Analyse zu unterziehen. Inhaltliche Anhaltspunkte sind u.a. Verflechtungen von kirchlicher und politischer Gesellschaft, (Post-)Liberalismus, Formen Politischer Theologie, Macht- und Herrschaftsverhätlnisse, Allianzen und (digitale) Netzwerke, und demokratie- und bildungstheoretische Herausforderungen.

Die Herausgeber der Zeitschrift LIMINA laden daher ausdrücklich zu interdisziplinären Beiträgen ein, die das Feld von Kirche – Politik – Macht aus verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven erschließen. Erwünscht sind sowohl grundlagenorientierte als auch empirische Studien. Beitragskonzepte (max. 4.000 Zeichen) können bis zum 15.12.2026 an limina@uni-graz.at gesendet werden.

Der vollständige Beitrag (in englischer oder deutscher Sprache) sollte nicht mehr als 40.000 Zeichen umfassen. Die Entscheidung über die Annahme der Beitragskonzepte findet am 22.12.2026 statt. Der anschließende Einsendeschluss für ausgeabreitete Beiträge ist der 31.07.2027.

Weitere Informationen über die Zeitschrift, Publikationsrichtlinien und das Peer-Review-Verfahren finden sich hier.

 

Ausschreibung Fellowship-Programm an der KU Eichstätt-Ingolstadt

Mit einem neuen Fellowship-Programm lädt die School of Transformation and Sustainability (STS) der KU-Eichstätt-Ingolstadt engagierte Forschende und Lehrende sowie fortgeschrittene Postdocs ein, Teil eines transformativen akademischen Umfelds zu werden. Gesucht werden engagierte DenkerInnen, ForscherInnen, PraktikerInnen sowie fortgeschrittene Postdocs, die sich mit den sozio-ökologischen Schnittstellen von Transformation und Nachhaltigkeit auseinandersetzen, um an nachhaltiger Zukunft zu forschen und sie aktiv mitzuentwickeln. Möglich sind unter anderem Junior-, Senior- oder Digital-Fellowships (m/w/d), die entweder ab dem 01. Oktober 2026 oder dem 01. Oktober 2027 im Laufe des jeweiligen akademischen Jahrsangetreten werden sollen.

Bewerbungen für ein mind. 3- bis max. 10-monatiges Fellowship sind bis zum 30. Juni 2026 möglich.

Weitere Informationen und Details zum Fellowship-Programm sowie zum Bewerbungsprozess finden sich hier.

Tagung in Eichstätt: Strukturwandel der Öffentlichkeit. Krisendiskurse in der Spannung von Öffnung und Abwehr

Gesellschaftliche Krisen verändern die Art, wie Öffentlichkeit entsteht, wie Konflikte ausgetragen werden und wie Menschen miteinander diskutieren. Zwischen Polarisierung, digitalen Dynamiken und neuen Formen öffentlicher Kommunikation stellt sich die Frage: Wie wandeln sich Debattenkultur und Öffentlichkeit in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche? Dieser Frage widmet sich die vom 01. bis 03. Juni 2026 stattfindende Tagung „Strukturwandel der Öffentlichkeit. Krisendiskurse in der Spannung von Öffnung und Abwehr“ des Zentrums für Religion, Kirche und Gesellschaft im Wandel (ZRKG) an der KU Eichstätt-Ingolstadt. In den Blick genommen und diskutiert werden Entwicklungen und Wechselwirkungen von Krisendiskursen, Medialität und Streitkultur aus interdisziplinärer Perspektive mit Vorträgen von u.a. Eva Illouz, Hans-Joachim Höhn und Oliver Marchart.

Alle weiteren Informationen sowie Anmeldeformular und Programm finden sich auf der Website der KU Eichstätt-Ingolstadt.

Tagung in Tutzing: Boden als Spiegel gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse

„Politikum Boden: Handlungsoptionen für eine gerechte und gemeinwohlorientierte Landnutzung“ – unter diesem Titel laden die Bayerische Akademie Ländlicher Raum und die Akademie für Politische Bildung vom 10. bis 12. Juni 2026 zu einer Fachtagung nach Tutzing ein. Vorträge, Workshops und Diskussionsforen beleuchten den Boden als Spiegel gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Die Tagung versteht sich als Impulsraum für eine „Bodenwende“ und greift Ergebnisse sowie Thesen aus Projekten des Wissenschaftlichen Kuratoriums der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum auf. Dabei diskutieren Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik, Landwirtschaft und Zivilgesellschaft Fragen nach der Qualität und Regenerationsfähigkeit der Böden, nach Flächenverbrauch und Versiegelung, nach multifunktionalen Nutzungskonzepten sowie nach den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen einer gemeinwohlorientierten Bodenordnung.

Programm und Online-Anmeldung sind über die Links direkt aufrufbar. Weitere Informationen finden sich auf der Website der Akademie für Politische Bildung.

 

Stellenausschreibung in Bonn: Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in in der Theologischen Genderforschung

Die Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung (ATG) der Katholisch-Theologischen Fakultät Bonn sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst befristet für drei Jahre mit Option auf drei Jahre Verlängerung eine:n Wissenschaftliche:n Mitarbeiter:in (50%-Teilzeit).

Gesucht wird jemand mit einem wissenschaftlichen Universitätsabschluss in katholischer Theologie, Philosophie, Genderforschung oder angrenzenden Gebieten. Zu den Aufgaben zählen die Unterstützung der Leitung bei Forschungsvorhaben, die Organisation und Koordination des Zertifikats Genderforschung an der Universität Bonn, die Organisation von Veranstaltungen der Genderforschung, die Vernetzung mit weiteren Akteuren der Genderforschung an der Universität und darüber hinaus Lehre im Umfang von 2 SWS in den Modulen der Theologischen Genderforschung und des Gender Studies Zertifikats.

Eine Bewerbung ist bis 15.06.2026 möglich.

Zur Ausschreibung auf der Website der Universität Bonn. Zur Ausschreibung als PDF.

Call for Papers: Verantwortungsvoller Umgang mit Macht

Von 15.-17. März 2027 findet am Katholisch-Sozialen Institut Siegburg eine Tagung zum Themenfeld „Machtanmaßung – spiritueller Missbrauch – sexualisierte Gewalt“ statt. Die interdisziplinäre Vernetzungstagung für Wissenschaftler:innen in der Qualifikationsphase trägt den Titel: „‚Bei euch aber soll es nicht so sein‘? Dimensionen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Macht“.

Das Vorbereitungsteam bittet nun um Einreichungen für Tagungsbeiträge, die in Form von Tagungsreferaten, Kolloquien, Workshops oder Plakatpräsentationen gestaltet sein können. Inhaltlich sind sowohl Beiträge zum Schwerpunktthema, als auch zum übergeordneten Themenfeld möglich. Zielgruppe sind Wissenschaftler*innen in den Qualifikationsphasen (Promotion/Habilitation) sowie Studierende aus Studiengängen auf Masterniveau. Neben Beiträgen aus den Theologien unterschiedlicher Konfessionen sind Perspektiven aus Psychologie, Sozial-, Sport-, Sexual-, Rechts-, Religions-, und Erziehungswissenschaften und anderen einschlägigen Disziplinen erwünscht.

Die Einreichfrist läuft am 31. Juli 2026 ab.

Zum Call for Papers als PDF.

 

CfP: „Crossing Borders – Building Bridges“

Von 24. bis 26. September 2026 findet an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz erstmals die internationale Doktorand:innen-Tagung „Crossing Borders – Building Bridges“ statt. Die Tagung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler:innen aus den Bereichen Theologie, Religionswissenschaft und Ethik.

Im Mittelpunkt steht der wissenschaftliche Austausch über laufende Dissertationsprojekte. Junge Forscher:innen sind eingeladen, ihr Dissertationsprojekt oder ausgewählte Teilaspekte daraus in einer 20-minütigen Präsentation vorzustellen und in einem kollegialen Rahmen konstruktives Peer-Feedback zu erhalten. Die Tagung bietet zugleich die Möglichkeit, internationale und interdisziplinäre Netzwerke aufzubauen und den Dialog über fachliche und geografische Grenzen hinweg zu fördern.

Willkommen sind Dissertationsprojekte mit unterschiedlichen methodischen Zugängen aus allen Fachbereichen der Theologie sowie der Religionswissenschaft und der angewandten Ethik. Darüber hinaus besteht für Teilnehmende die Möglichkeit, ihren Beitrag in einem Tagungsband zu veröffentlichen, der in der Fakultätsreihe „Theologie im kulturellen Dialog“ erscheinen wird.

Bewerbungen können bis 14. Juni 2026 per E-Mail an forschungsdekan.theol@uni-graz.at eingereicht werden. Erbeten werden ein Abstract zum Vortragsthema im Umfang von ca. 5.000 Zeichen sowie ein kurzer CV mit akademischem Werdegang, Forschungsschwerpunkten und wichtigsten Publikationen. Die Auswahl erfolgt im Rahmen eines Review-Verfahrens; die Entscheidung über die Teilnahme wird bis Juli 2026 bekanntgegeben.

Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

Weitere Informationen finden sich im Call for Papers auf Deutsch und Englisch.