Call for Papers: Forum Sozialethik 2026 – Doch nicht so gleich?

Das Forum Sozialethik steht 2026 unter dem Titel „Doch nicht so gleich? Soziale Ungleichheit und das normative Ideal der Gleichheit“. Es findet von 14. bis 16. September 2026 in der Katholischen Akademie Schwerte statt.

Im Call for Papers bittet das Vorbereitungsteam nun um Einreichungen für Beiträge: „Sozialethische Perspektiven auf soziale Ungleichheiten fokussieren besonders deren normative Bewertung. Diese gewinnt aktuell an Bedeutung, weil sich das normative Ideal der Gleichheit aller Menschen zugleich in Konflikten um Diversität und Antidiskriminierung neu bewähren muss. […] Vor diesem Hintergrund sind sowohl das Verhältnis von sozialer Ungleichheit und Diskriminierung als auch deren beider Verhältnis zum normativen Ideal der Gleichheit aller Menschen zu bestimmen und zu diskutieren. Das Forum Sozialethik 2026 zielt darauf, die Frage(n) sozialer Ungleichheit möglichst breit, interdisziplinär und multiperspektivisch zu betrachten.“

Das Vorbereitungsteam lädt Nachwuchs-Sozialethiker*innen (Promotion, Habilitation) sowie fortgeschrittene Studierende ein, sich mit einem Vortrag zum Tagungsthema zu beteiligen. Vertreter*innen aus benachbarten oder angrenzenden Disziplinen (aus anderen theologischen Fächern, aus Philosophie, Geschichts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften etc.) sind ebenfalls herzlich willkommen.

Anregungen und weiterführende Informationen gibt es auf der Forum Sozialethik-Website und im Call for Papers.

Einreichschluss für Abstracts ist am 29. März 2026.

 

Terminaviso: 52. Tagung des Innsbrucker Kreises (14.–16. September 2026, Innsbruck)

Die 52. Tagung des Innsbrucker Kreises findet erstmals nicht zu Jahresbeginn, sondern von 14.–16. September 2026 im Bildungshaus Seehof (Innsbruck) statt. Thema der Tagung ist: „Tugenden. Wegweiser liberaler Demokratien?“ Das endgültige Programm folgt, jedoch wurden folgende Hauptvorträge bereits bestätigt:

  • Christoph Halbig (Zürich): Chancen und Grenzen der Tugendethik

  • Jim Keenan SJ (Boston): Virtues and Democracy

  • Ottfried Höffe (Tübingen): Demokratische Tugenden (Arbeitstitel)

Zusätzlich wurden folgende Workshops zugesagt:

  • Marie-Luisa Frick (Innsbruck): Friedensethik – Streiten

  • Elke Mack (Erfurt): Kulturkampf: Identitäre Moral. Wo positioniert sich christliche Tugendethik?

  • Peter Schallenberg (Paderborn): Tugend und Demokratie in den USA

Weitere Referent:innen sind angefragt.

Die Einladung mit dem genauen Programm sowie Informationen zur Anmeldung werden im Feber 2026 versendet.

Ausschreibung: Förderpreis Christliche Sozialethik 2026

Der Verein der Freunde und Förderer der Kommende Dortmund e.V. (Kommende Dortmund, Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn) schreibt für das Jahr 2026 den Förderpreis Christliche Sozialethik aus. Der Preis richtet sich insbesondere an Nachwuchswissenschaftler:innen und würdigt Arbeiten, die ein gesellschaftliches Thema aus christlich-sozialethischer Perspektive bearbeiten.

Ausgezeichnet wird eine wissenschaftliche Qualifikationsarbeit (Dissertation, Habilitation) oder eine vergleichbare Forschungsarbeit. Wichtig: Die eingereichte Arbeit sollte nicht älter als zwei Jahre sein.

Der Förderpreis ist mit 2.000 € ausgestattet. Bei mehreren preiswürdigen Arbeiten kann der Preis geteilt werden.

Die Arbeit ist bis spätestens 31. März 2026 in elektronischer Fassung per E-Mail einzureichen an: herbers@kommende-dortmund.de

Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Wissenschaftler:innen der Christlichen Sozialethik. Die Entscheidung fällt im September 2026, die Preisverleihung erfolgt beim Patronatsfest der Kommende Dortmund im November 2026.

 

Die Ausschreibung im Volltext finden Sie hier.

Werkstattgespräch in München: Crossing Perspectives. Theologie # Soziale Arbeit

Am 18. und 19. Juni 2026 findet an der KSH München ein Werkstattgespräch mit dem Titel „Crossing Perspectives. Theologie # Soziale Arbeit“ statt.

Das Anliegen dieses von Aurica Jax und Anna Noweck organisierten Werkstattgesprächs ist es, die Perspektiven von Sozialer Arbeit und Theologie zu kreuzen, übereinander zu legen und zu konfrontieren, um im produktiven Austausch beider Zugangsweisen Soziale Arbeit religionssensibel weiterzuentwickeln. Religion und Spiritualität sind in der säkularisierten Gesellschaft keineswegs verschwunden, sondern stellen als Grundbedürfnis und Ressource, aber auch als Problemstellung und Machtinstrument eine vielfach dimensionierte Herausforderung für die Soziale Arbeit dar. Das Werkstattgespräch bringt Theologie und Soziale Arbeit miteinander ins Gespräch, um Soziale Arbeit theologisch reflektiert adressat:innengerecht und aufmerksam für gesellschaftliche Transformationsprozesse weiterzudenken. Die Theologie weist sich dabei als eine angewandte Wissenschaft aus, die im besten Sinn praktisch wird.

Das ausführliche Programm folgt im ersten Quartal 2026.

Tagung in Haltern am See: Guter Grund zum Handeln – Kirchliches Boden- und Immobilieneingentum in gesellschaftlicher Verantwortung

Vom 19.-20.2.2026 findet im KönzgenHaus in Haltern am See unter dem Titel „Guter Grund zum Handeln? – Kirchliches Boden- und Immobilieneigentum in gesellschaftlicher Verantwortung“ eine Tagung zu Fragen einer gemeinwohlorientierten Nutzung nicht-sakral genutzter kirchlicher Liegenschaften statt.

Wie Grund und Boden genutzt wird, ist entscheidend für die Entwicklung unserer Lebensräume. Dies zeigt sich besonders deutlich in vielen Städten Deutschlands, wo eine zunehmende Flächenknappheit zu explodierenden Wohnraumpreisen führt. Doch auch auf dem Land sind es etwa brachliegende Grundstücke und leerstehende Immobilien, die viele Dorfgemeinschaften vor Probleme stellen. Vor diesem Hintergrund rückt der Umgang der beiden großen Kirchen mit ihren Liegenschaften in den Fokus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit: Als bedeutende Immobilieneigentümerinnen in Deutschland tragen katholische und evangelische Kirchen mit ihren Bauten und Grundstücken besondere Verantwortung für das Gemeinwohl. Wie können die Kirchen dieser Verantwortung gerecht werden?

Der Anmeldeschluss ist am 16.1.2026.

Zu weiteren Informationen auf der Website des KönzgenHaus.

Themensammlung: Dilexi te und Wahl von Papst Leo XIV.

Auf der Website des Netzwerks „Catholic Theological Ethics in the World Church“ wurde eine Sammlung mit Veröffentlichungen zu Dilexi te, der Apostolischen Exhortation über die Liebe zu den Armen, sowie zur Wahl von Papst Leo XIV. veröffentlicht.

Die Sammlung wird laufend ergänzt und ist hier abrufbar.

Seit kurzem gibt es hier auf der Website der AG Christliche Sozialethik außerdem eine Unterseite mit einer Auflistung von sozialethischen Themensammlungen.

 

Stellenausschreibung in Bonn: Referent:in für Gesellschafts-, Sozial- und Wirtschaftspolitik

Für den Bereich Kirche und Gesellschaft im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein:e Referent:in (m/w/d) für Gesellschafts-, Sozial- und Wirtschaftspolitik gesucht. Der Beschäftigungsumfang beträgt 100 Prozent.

Zu den mit der Stelle verbundenen Aufgaben zählen die Analyse und Aufbereitung aktueller gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen. Geboten werden u.a. flexible Arbeitszeiten mit der Option für mobiles Arbeiten.

Eine Bewerbung ist bis 7. Januar 2026 möglich.

Zur Ausschreibung auf der Website der DBK.

 

Veranstaltungshinweis St. Georgen: Transformation des Selbstverständlichen

Am 26.–27. März 2026 findet an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main die 12. Ausgabe der interdisziplinären Tagungsreihe „Die Wirtschaft der Gesellschaft“ statt. Unter dem Titel
„Transformation des Selbstverständlichen. Alltagsökonomie und Daseinsvorsorge in der sozial-ökologischen Krise“ diskutiert die Tagung, wie grundlegende Infrastrukturen und Leistungen der Daseinsvorsorge – von Energie über Wohnen bis Verkehr – sozial gerecht, ökologisch tragfähig und langfristig finanzierbar gestaltet werden können.

Veranstaltet wird die Tagung vom Nell-Breuning-Institut in Kooperation mit der Europa-Universität Flensburg (Plurale Ökonomik), der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) und der Hans-Böckler-Stiftung. Im Zentrum stehen u. a. Fragen nach Struktur und Zukunft der Daseinsvorsorge, nach öffentlichen Investitionen in der sozial-ökologischen Transformation, nach bezahlbarem städtischen Wohnen und nach nachhaltiger Mobilität im ländlichen Raum.

Die Abendveranstaltung am 26. März (19:30 Uhr) zum Thema „Öffentliche Leistungen in der Krise – Daseinsvorsorge zwischen ökologischen Herausforderungen, Sozialreformen und Verteidigungsfähigkeit“ ist öffentlich zugänglich.

Organisatorisches

Sämtliche Informationen finden sie im Tagungs-Flyer.

Workshophinweis Würzburg: Liberalismus, Gemeinwohl und katholischer Neo-Integralismus

Am 15. Dezember 2025 lädt der Lehrstuhl für Christliche Sozialethik in Würzburg zu einem Workshop ein, der die Spannung zwischen liberaler Freiheitsidee, Gemeinwohlorientierung und Strömungen eines katholischen Neo-Integralismus in den Blick nimmt. Diskutiert wird, wo berechtigte Kritik am Liberalismus endet – und wo problematische Versuche beginnen, individuelle Freiheit einem vermeintlichen Gemeinwohl vollständig unterzuordnen.

Nach einem Impulsreferat von Prof. Dr. Hille Haker (Chicago) werden zentrale Texte und Argumente gemeinsam diskutiert und in Gruppenarbeiten vertieft. Grundlage ist u. a. der Beitrag von James Patterson „Neo-Integralismus – eine Gefahr für die liberale Demokratie“ (KAS 2024).

Rahmendaten:

  • Datum: Montag, 15.12.2025, 15:00–18:00 Uhr (ab 14:30 Uhr Kaffee & Tee)
  • Ort: Ebracher Gasse 5, 97070 Würzburg
  • Anmeldung: bis 1.12.2025 an
    Theologie-l-cse@uni-wuerzburg.de
  • Zielgruppe: Studierende, Lehrende und alle Interessierten (max. 25 Personen)

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, an der öffentlichen Abendveranstaltung
„In Gottes Namen? Religion im politischen Raum: Zwischen Engagement und ‚Christian Nationalism‘“ um 19:30 Uhr im Burkadushaus (Domschule Würzburg) teilzunehmen.

Sämtliche Informationen finden sie in der Workshop-Beschreibung.

Call for Papers: Crisis & Recovery – Societas Ethica Konferenz 2026

Von 20. bis 23. August 2026 findet in Estland die 62. Jahrestagung der Societas Ethica statt. Das Tagungsthema lautet: „Krisen und ihre Bewältigung: Ethik im interdisziplinären Dialog“.

Ziel der Tagung ist es, ethische Aspekte von Krisen und ihrer Bewältigung im Rahmen eines interdisziplinären Dialogs zu beleuchten. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Auseinandersetzung mit Memory Studies und Semiotik liegen, die in Estland eine starke Tradition haben. Neben diesen möglichen Perspektiven, die vom gastgebenden Kontext inspiriert sind, soll es die Möglichkeit geben, Krisen und ihre Bewältigung aus einer Vielzahl ethischer und interdisziplinärer Blickwinkel zu diskutieren. Dabei geht es u. a. um das Konzept der Krise selbst – wie sie definiert wird, wer sie definiert und ob sie als kairos, als Chance oder als Katastrophe angesehen wird. Ebenso wichtig sind Fragen der Bewältigung, Versöhnung und Vergebung und welche Zukunftsperspektiven sich gesellschaftlich und individuell daraus ergeben.

Das Organisationskomitee begrüßt Beiträge aus den Bereichen der Philosophie, Theologie und angewandten Ethik sowie aus den Bereichen Memory Studies, Semiotik, Politikwissenschaft, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Religionswissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaft, Psychologie, Geschichte und Rechtswissenschaft.

Die Frist für die Einreichung von Abstracts endet am 15. Dezember 2025.

Zur Konferenzwebsite. Zum Call for Papers auf deutsch als PDF.