Die erste Ausgabe des Jahres 2026 der Zeitschrift „Ethik und Gesellschaft“ ist erschienen. Sie trägt den Titel „Kein Spiel. Wargaming und Serious Gaming im Zeitalter der KI “.
Kann Krieg spielerisch erlernt werden? Ist es ethisch vertretbar, die Bekämpfung gegnerischer Einheiten in einem Gaming-Szenario zu trainieren und dabei stets auch vom real erlebten Leid und Sterben zu abstrahieren? Birgt die Darstellung realitätsnaher Trainings als ›spielerische Simulation‹ die Gefahr, die kategoriale Unterscheidung zwischen simulierten Szenarien und realen Konflikten zu verwischen?
Die Beiträge des online frei zugänglichen Heftes befassen sich sowohl mit technikethischen Überlegungen zur moralischen Qualität als auch mit dem epistemologischen, phänomenologischen und ontologischen Status von Wargaming-Simulationen. Im Zentrum steht dabei insbesondere die Frage, ob für Wargames tatsächlich gilt, was vielfach – gerade auch von militärischen Organisationen und Akteuren – angeführt wird: dass die im Spiel vollzogenen Entscheidungen, Aushandlungsprozesse und Handlungen keine Auswirkungen auf die Wirklichkeit außerhalb des Spiels haben. Wargames fänden demnach in einer Art Sandbox statt. Die vorliegenden Texte zeigen auf, dass die ethisch-normative Abgrenzung zwischen gespielter und ungespielter Wirklichkeit kaum haltbar ist.
Vorschläge einer Rentenreform der Bundesregierung werden aktuell in der von der Regierung eingesetzten Alterssicherungskommission (ASK) erarbeitet und stehen kurz vor dem Abschluss. Im Anschluss der Veröffentlichung der Ergebnisse veranstaltet die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) gemeinsam mit dem Berliner Institut für christliche Ethik und Politik (ICEP) am 2. Juli 2026 um 18.00 Uhr eine Online-Veranstaltung mit dem Titel „Ethik der Alterssicherung: Was heißt hier gerecht?“. In diesem digitalen Fachgespräch soll Raum geboten werden, die Ergebnisse der ASK sozialethisch zu reflektieren und zu diskutieren. Dabei wird Prof. Dr. Camille Logeay – Professorin für Volkswirtschaftslehre an der HTW Berlin und ein Mitglied der Alterssicherungskommission – über die Ergebnisse der ASK informieren. Dazu werden sozialethische Impulse von Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) gegeben.
An der staatlich anerkannten Katholischen Stiftungshochschule (KSH) am Campus München ist ab dem 15. Juli 2027 an der Fakultät für Soziale Arbeit eine vollzeitige Professursstelle (m/w/d, W2, 100%) zu besetzen. Die Anstellung erfolgt dabei in einem privatrechlichen Dienstverhältnis entsprechend der Besoldungsgruppe W2. In Anbetracht der angestrebten Erhöhung des Frauenanteils im Wissenschaftsbereich sind Bewerbungen qualifizierter Interessentinnen besonders willkommen.
In Kooperation mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen bietet die Goethe-Universität Frankfurt für das Wintersemester 2026/27 den interdisziplinären und praxisintegrierenden Masterstudiengang „Sozialethik im Gesundheitswesen“ an der Schnittstelle von Sozialethik, Medizinethik, Sozialwissenschaften und Gesundheitswesen. Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende mit Bachelorgrad in geistes-, sozial- und/oder gesundheitswissenschaftlichen Fächern, die sich mit Fragen von Gerechtigkeit, Verantwortung und institutioneller Gestaltung im Gesundheitswesen beschäftigen und diese berufspraktisch weiterverfolgen möchten. Das Studium verbindet sozialethische und medizinethische Perspektiven mit sozialwissenschaftlichen und gesundheitsbezogenen Zugängen, eröffnet Einblicke in Organisationen und Einrichtungen des Gesundheitswesens und bereitet auf Tätigkeiten vor, in denen ethische Urteilsbildung, gesellschaftliche Verantwortung und institutionelle Praxis zusammenkommen.
Das sich in den letzten Jahren verschobene Verhältnis von (katholischer) Kirche, Politik und Macht, und das von Demokratieermüdung, Politikverdrossenheit und gesellschaftlicher Polarisierung veränderte gesellschaftliche Klima prägt unsere heutige Zeit. Besonders in den Blick geraten dabei „unheilige Koalitionen“ und politische Allianzen aus christlichen fundamentalistischen Strömungen und politischen Rechten im sog. „Neointegralismus“.
Mit einem neuen Fellowship-Programm lädt die School of Transformation and Sustainability (STS) der KU-Eichstätt-Ingolstadt engagierte Forschende und Lehrende sowie fortgeschrittene Postdocs ein, Teil eines transformativen akademischen Umfelds zu werden. Gesucht werden engagierte DenkerInnen, ForscherInnen, PraktikerInnen sowie fortgeschrittene Postdocs, die sich mit den sozio-ökologischen Schnittstellen von Transformation und Nachhaltigkeit auseinandersetzen, um an nachhaltiger Zukunft zu forschen und sie aktiv mitzuentwickeln. Möglich sind unter anderem Junior-, Senior- oder Digital-Fellowships (m/w/d), die entweder ab dem 01. Oktober 2026 oder dem 01. Oktober 2027 im Laufe des jeweiligen akademischen Jahrsangetreten werden sollen.
Gesellschaftliche Krisen verändern die Art, wie Öffentlichkeit entsteht, wie Konflikte ausgetragen werden und wie Menschen miteinander diskutieren. Zwischen Polarisierung, digitalen Dynamiken und neuen Formen öffentlicher Kommunikation stellt sich die Frage: Wie wandeln sich Debattenkultur und Öffentlichkeit in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche? Dieser Frage widmet sich die vom 01. bis 03. Juni 2026 stattfindende Tagung „Strukturwandel der Öffentlichkeit. Krisendiskurse in der Spannung von Öffnung und Abwehr“ des Zentrums für Religion, Kirche und Gesellschaft im Wandel (ZRKG) an der KU Eichstätt-Ingolstadt. In den Blick genommen und diskutiert werden Entwicklungen und Wechselwirkungen von Krisendiskursen, Medialität und Streitkultur aus interdisziplinärer Perspektive mit Vorträgen von u.a. Eva Illouz, Hans-Joachim Höhn und Oliver Marchart.
„Politikum Boden: Handlungsoptionen für eine gerechte und gemeinwohlorientierte Landnutzung“ – unter diesem Titel laden die Bayerische Akademie Ländlicher Raum und die Akademie für Politische Bildung vom