Neuerscheinung: Grundbegriffe der Medienethik

Ein neues medienethisches Standardwerk ist erschienen: Unter dem Titel „Grundbegriffe der Medienethik“ (utb, 2026) erschließt es zentrale Begriffe der Medienethik in systematischer Form und verortet sie in ihren jeweiligen fachlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Der von Alexander Filipović, Annika Franzetti und Susanna Endres herausgegebene Band bietet einen fundierten, zugleich gut verständlichen und praxisorientierten Zugang zu einem vielschichtigen Themenfeld. Das Buch versammelt 48 zentrale Begriffe – von Ethik und Moral über Wahrheit, Gerechtigkeit und Verantwortung bis hin zu Digitalisierung, KI, Populismus oder Transparenz – und verbindet systematische Klärung mit medienpraktischer Perspektive. Renommierte Autor:innen aus der Kommunikations- und Medienethik verbinden dabei wissenschaftliche Fundierung mit konkreter medienpraktischer Perspektive und zeigen zentrale Herausforderungen und Diskussionslinien der Gegenwart auf. Mit dem Band liegt erstmals eine systematisch gebündelte und aktualisierte Grundlage der medienethischen Begriffsarbeit vor – für Studium, Forschung, Praxis und Bildung. Das Buch richtet sich an Studierende und Forschende ebenso wie an Praktiker:innen aus Medien- und Kommunikationswissenschaft, Philosophie und Ethik sowie Medienpädagogik. Auch für Medienschaffende und Journalist:innen bietet es eine verlässliche und unverzichtbare Orientierung. Reflexions- und Diskussionsfragen am Ende eines jeden Beitrags erleichtern den Einsatz in Studium, Lehre und Weiterbildung.

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Neuerscheinung: Die geosoziale Frage. Impulse und Desiderate zehn Jahre nach Laudato si´ (JCSW 66/2025)

Im Dezember 2025 ist der neue Band des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften (JCSW 66) erschienen. Er widmet sich anlässlich des zehnten Jubiläums der Enzyklika Laudato si‘ der geosozialen Frage: Zur Debatte steht die menschliche Verantwortung für das Zusammenleben in der Gesamtheit des Lebenszusammenhangs, dessen soziale wie ökologische Grundlagen gegenwärtig existenziell bedroht sind. Die Enzyklika ist aber nicht nur eine ambitionierte Sozial- und Ökologiekritik, die Ungerechtigkeiten und Machtasymmetrien im gesellschaftlichen Zusammenleben und im Umgang mit nicht-menschlichen Wesen und der Natur mit gleicher Dringlichkeit und gleichem Gewicht anprangert. Sie ist auch ein starkes Signal in die Weltöffentlichkeit hinein, dass die geosoziale Frage für die Kirche, für Christ:innen wie generell für religiös sensible Menschen in höchstem Maße glaubens- und damit auch praxisrelevant ist. Gleichwohl haben sich die geopolitischen Vorzeichen und die sozialethischen Herausforderungen in der Dekade seit der Veröffentlichung teils dramatisch verändert. Deshalb will der Band mehr sein als eine Erinnerung an eine bemerkenswerte Enzyklika: Die Beiträge verstehen das Jubiläum als Anlass, um deren Impulse wie die bleibenden Lücken aufzugreifen und die noch weitgehend uneingelösten konzeptionellen Desiderate der geosozialen Frage zukunftsgerichtet und innovativ nach vorne zu denken. Zur Online-Ausgabe (Open Access).  

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Neuerscheinung: Ethik und Gesellschaft (2/2025) – Die andere Seite der sozialen Gerechtigkeit

Die zweite Ausgabe des Jahres 2025 der Zeitschrift „Ethik und Gesellschaft“ ist erschienen. Sie trägt den Titel „Die andere Seite der sozialen Gerechtigkeit: Eine gerechtere Finanzierung steigender öffentlicher Ausgaben “. Im online frei zugänglichen Heft wird gefragt, ob in Sachen Steuern mehr Gerechtigkeit gefordert und ob – darüber hinaus – eine größere Steuergerechtigkeit auch möglich ist. Gegenüber dem Versprechen, mit ›weniger Staat‹ käme man in Deutschland weiter, wird gefragt, ob steigende öffentliche Ausgaben zur Bewältigung der anstehenden Zukunftsaufgaben und für eine Zukunftsfähigkeit der demokratischen Gesellschaft notwendig sind und daher politisch durchgesetzt werden müssen. Gefragt wird weiterhin, ob die politisch einfachere Lösung, die zunehmende Kreditaufnahme durch den Staat, – angesichts der sich daraus ergebenden ›Umverteilung‹ von unten nach oben – auch die bessere und vor allem gerechtere Lösung für knappe öffentliche Haushalte ist. Vor allem aber wird gefragt, ob und wie der Staat das Leistungsvermögen der Gesellschaft auf dem Weg der Steuern besser mobilisieren und wie er die einkommens- und vermögensstarke Bürger:innen und Unternehmen stärker und wirksamer zur Finanzierung der öffentlichen Ausgaben heranziehen kann. Zur Website von Ethik und Gesellschaft.

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Themensammlung: Dilexi te und Wahl von Papst Leo XIV.

Auf der Website des Netzwerks „Catholic Theological Ethics in the World Church“ wurde eine Sammlung mit Veröffentlichungen zu Dilexi te, der Apostolischen Exhortation über die Liebe zu den Armen, sowie zur Wahl von Papst Leo XIV. veröffentlicht. Die Sammlung wird laufend ergänzt und ist hier abrufbar. Seit kurzem gibt es hier auf der Website der AG Christliche Sozialethik außerdem eine Unterseite mit einer Auflistung von sozialethischen Themensammlungen.  

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Neuerscheinung: Ethik und Gesellschaft (1/2025) – Praktiken und Institutionen der Solidarität

Im vergangenen Mai ist die neueste Ausgabe von Ethik und Gesellschaft (1/2025) erschienen. Sie trägt den Titel „Praktiken und Institutionen der Solidarität. Sozialethische und politisch-theologische Perspektiven“. Das online frei zugängliche Heft knüpft an zeitgenössische Debatten an, die den umstrittenen, umkämpften, ambivalenten Charakter von Solidarität betonen: Wie weit reicht Solidarität angesichts der fortschreitenden Zerstörung der planetaren Lebensgrundlagen? Wen schließt sie unter dem Eindruck fortdauernder kolonialer und patriarchaler Verhältnisse ein und wen aus? Von wem werden welche solidarischen Anstrengungen verlangt – zu wessen Vorteil? Wer hat Zugang zu solidarischen Institutionen, soll diese stützen und profitiert von ihnen? Inwiefern werden also Solidarisierungen von Desolidarisierungen begleitet und handelt es sich dabei um unumgängliche Prozesse? Entgegen einer offenbar vorhandenen intuitiven Plausibilität in gesellschaftlichen Zusammenhängen bedarf der Begriff der Solidarität heute einer Konturierung, die sich auch anderen als den bekannten Formen und Strukturen der Solidarität zuwendet. Somit legt sich nahe, vor allem das Verhältnis von Praktiken und Institutionen der Solidarität zu fokussieren und dabei mit einer besonderen Sensibilität für Kontexte, In-/Exklusionen und soziale (Macht-)Verhältnisse vorzugehen. Ein gegenwartstaugliches Verständnis von Solidarität lässt sich nur über eine Vielfalt an Perspektiven und Kontexten sowie im Verhältnis zu anderen Schlüsselbegriffen und Grundkategorien erarbeiten. Die Diskussion knüpft dabei an eine lange Tradition der Auseinandersetzung mit dem Solidaritätsthema in politischen Theologien und in der Christlichen Sozialethik an. Diese gilt es, vor dem Hintergrund der aktuellen Krisenlagen fortzuschreiben, zu aktualisieren oder auch neu zu justieren. Dazu möchte die Ausgabe einen Beitrag leisten. Im Rezensionsteil geht es – vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs – um Perspektiven theologischer Friedensethik. Es geht aber auch um theologische Rassismuskritik in den USA (Niebuhr), um die Gottesfrage in einer Welt der Gewalt und nicht zuletzt auch um die Gefahren einer mangelnden Resistenz von Kirche und Christentum ›gegen rechts‹. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Selbstverständnis heutiger Arbeitssoziologie, der Frage nach Eigentumsrechten der Natur, nach alten und neuen Definitionen von ›Wohlstand‹ und nach dem Stellenwert von Kinderrechten in der Corona-Pandemie. Zudem finden sich Rezensionen zu den neuen Büchern von Judith Butler, Onur Erdur, Rahel Jaeggi und Daniel Loick. Hinzu kommen schließlich Besprechungen zu einem Sammelband über das Spätwerk von Jürgen Habermas – und zu einer Promotion, die sich mit der Frage beschäftigt, ob man mit Hannah Arendt und Theodor W. Adorno ›die Welt verändern‹ kann. Zur Website von Ethik und Gesellschaft.

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Hörtipp: Wann wird alles gut? Über den Wunsch nach Erlösung

Unser aller Ur-Sehnsucht: Möge dieses Leben nicht vergeblich sein! Aber wer könnte das garantieren? Ein Podcast aus der Fribourger Ethik-Werkstatt über die große Verheißung der Religion und die Frage, was sie denn bedeuten mag. Nicht nur zu Ostern aktuell… Vier theologische Ethiker:innen sprechen über Verbundensein und ein gutes Leben für alle.   Zu hören sind die aktuelle Folge sowie alle weiteren Episoden überall da, wo es Podcasts gibt. Mehr Informationen auf der Website: https://omg-podcast.com/

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Neuerscheinung: Communicatio Socialis (1/2025) – Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Die neue Ausgabe von Communicatio Socialis (1/2025) ist in der Nomos eLibrary erschienen. Schwerpunkt dieser Ausgabe ist das Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“. Dabei werden unter anderem die Fragen nach der Verbindung von Berichterstattung und digitalen Plattformen mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt respektive der Verantwortung von Medienschaffenden gestellt. Weitere Informationen zur Ausgabe findet man auf der Website von Communicatio Socialis. Zu den Beiträgen der Ausgabe: Michael Jäckel gibt einen historischen Überblick über den Wandel von Gemeinschaft und Gesellschaft. Vivian Stamer und Ralf Hohlfeld präsentieren eine Studie über die Beweggründe und Ansichten von Rundfunkverweigerern und deren Haltung zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Thomas Bohrmann analysiert filmethisch, wie Sportfilme als Medium zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts wirken. Johannes Crückeberg spricht im Interview über die Bedeutung lokaler Medien und Gemeinschaften gegen extremistische Tendenzen. Beatrice Dernbach untersucht, wie die Medienberichterstattung den gesellschaftlichen Diskurs über nachhaltigen Wandel prägt. Kristina Wied diskutiert die Potenziale von Service Learning-Projekten in der Kommunikationswissenschaft zur Stärkung gesellschaftlicher Verantwortung. Angela Jain stellt das Projekt „Forum gegen Fakes“ der Bertelsmann Stiftung vor, das Bürger:innen aktiv in die Bekämpfung von Desinformation einbindet. In der Rubrik „Kommunikation in Religion und Gesellschaft“ warten weitere spannende Beiträge, unter anderem von Evelyn Bokler sowie Alexander Filipović und Marianne Heimbach-Steins.

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Hörtipp: Du bist meine Heldin! Brauchen wir Vorbilder?

Sich an anderen orientieren, aber die eigene Verantwortung nicht abgeben – das ist ein schmaler Grat, zumal in post-heroischen Zeiten. Der theologisch-ethische Podcast OMG handelt im März über das Vorbild-Suchen und Vorbild-Sein. Vier theologische Ethiker:innen sprechen über Verbundensein und ein gutes Leben für alle.   Zu hören sind die aktuelle Folge sowie alle weiteren Episoden überall da, wo es Podcasts gibt. Mehr Informationen auf der Website: https://omg-podcast.com/

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Hörtipp: Feminismus für Männer. (K)ein Thema?!

Männlichkeit leben, aber jenseits der patriarchalen Box – ist das nicht die notwendige Ergänzung zum feministischen Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen? Vier theologische Ethiker:innen sprechen über Verbundensein und ein gutes Leben für alle.   Zu hören sind die aktuelle Folge sowie alle weiteren Episoden überall da, wo es Podcasts gibt. Mehr Informationen auf der Website: https://omg-podcast.com/

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Hörtipp: Glaube, Demokratie und Polarisierung – Glauben Christ:innen an Demokratie?

In der jüngsten Podcastfolge von „Diesseits von Eden“ wird live von der Pastoraltagung 2025 in Salzburg berichtet, die unter dem Thema „Demokratie und die Rolle der Kirche in einer polarisierten Gesellschaft“ steht. Zu Gast ist Regina Polak, Pastoraltheologin und Mitautorin der Studie „Was glaubt Österreich?“. Das Gespräch beleuchtet überraschende Erkenntnisse über Glaubensvorstellungen, gesellschaftliche Werte und deren Einfluss auf die Demokratie in Österreich. Themen wie die sinkende Religiosität, Herausforderungen durch autoritäre Einstellungen und Vorurteile sowie positive Potenziale religiöser Gemeinschaften für die Demokratie werden kritisch diskutiert. Abschließend wird über die Rolle der Kirche und die Verantwortung für demokratiepolitische Bildung reflektiert. (Text der Folgenbeschreibung des Podcasts übernommen) Mehr Informationen zur Folge finden sie auf der Website des Podcasts Diesseits von Eden. Zu hören sind diese Folge sowie alle weiteren Episoden von „Diesseits von Eden“ überall da, wo es Podcasts gibt.

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