Sozialethische Stellungnahme zur Weigerung der deutschen Caritas, einem einheitlichen Tarifvertrag Altenpflege zuzustimmen

Sozialethische Stellungnahme Caritasverband

Am 25. Februar 2021 hat es die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes abgelehnt, der Allgemeinverbindlicherklärung des Tarifvertrags Altenpflege zuzustimmen. Mit diesem Beschluss scheitert das Vorhaben, den Tarifvertrag Altenpflege per Rechtsverordnung für die gesamte Branche allgemein verbindlich zu setzen und so die bundesweit geltenden Mindestbedingungen für die Altenpflege anzuheben. Das Urteil der Sozialethiker:innen zusammengefasst: Eine Caritas, die sich einheitlichen Tarifverträgen für die öffentliche Daseinsvorsorge widersetzt, setzt sich in Widerspruch zu dem eigenen Anspruch, ein verantwortlicher Sachwalter der öffentlichen Daseinsvorsorge zu sein. Die Weigerung, dem Tarifvertrag Altenpflege zuzustimmen, darf nicht das »letzte Wort« der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas gewesen sein. Die Sozialethiker:innen fordern die Kommission und darin vor allem die Arbeitgeberseite auf, ihre Entscheidung zu revidieren. Sie empfehlen den bei der Caritas und ihren Einrichtungen Beschäftigten, ihren »Dienstgebern« machtvoll entgegenzutreten und die Unterstützung ihrer Caritas für einen einheitlichen Tarifvertrag Altenpflege zu erstreiten. Zur Stellungnahme, zur Pressemitteilung Kontakt: Prof. Dr. Bernhard Emunds, Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse

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Heppenheimer Tage zur “Wohnungsfrage”

Heppenheimer Tage 2021

Am 22. und 23. März 2021 finden die 10. Heppenheimer Tage zur Christlichen Gesellschaftsethik statt. Die u. a. von Bernhard Emunds geleitete Tagung wird als Online-Veranstaltung organisiert und widmet sich dem Thema “Die Wohnungsfrage – eine Gerechtigkeitsfrage”. Weitere Informationen zur Tagung bzw. zur Anmeldung, die bis 10. März möglich ist, finden sich hier.

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Sammelband: Perspektiven für eine lebenswerte Gesellschaft

Perspektiven für eine lebenswerte Gesellschaft

Marianne Heimbach-Steins und Wolfgang Palaver sind beide mit einem Beitrag im Anfang 2021 erschienenen Sammelband “Perspektiven für eine lebenswerte Gesellschaft. Zum Beitrag des Christlichen vor Ort” vertreten. Die von Simon Ebner, Alois Halbmayr und Josef P. Mautner herausgegebene Publikation möchte Denkanstöße zu christlich motiviertem Engagement für eine positive Gestaltung der zukünftigen Gesellschaft geben. Marianne Heimbach-Steins untersucht in ihrem Text kirchliche Diskursbeiträge als gesellschaftliche Ressource entlang der sozialethischen Grundprinzipien. Wolfgang Palaver schließt an Papst Franziskus an und rückt die der Gleichgültigkeit gegenüberstehende Geschwisterlichkeit in den Fokus. Weitere Informationen zur Publikation finden sich auch in einem von Wolfgang Beck verfassten Beitrag auf feinschwarz.net, der hier abrufbar ist. Simon Ebner u.a. (Hg.): Perspektiven für eine lebenswerte Gesellschaft. Zum Beitrag des Christlichen vor Ort (= Salzburger Theologische Studien 63), Tyrolia: Innsbruck 2021.

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