Sozialethische Stellungnahme zur Weigerung der deutschen Caritas, einem einheitlichen Tarifvertrag Altenpflege zuzustimmen

Sozialethische Stellungnahme Caritasverband

Am 25. Februar 2021 hat es die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes abgelehnt, der Allgemeinverbindlicherklärung des Tarifvertrags Altenpflege zuzustimmen. Mit diesem Beschluss scheitert das Vorhaben, den Tarifvertrag Altenpflege per Rechtsverordnung für die gesamte Branche allgemein verbindlich zu setzen und so die bundesweit geltenden Mindestbedingungen für die Altenpflege anzuheben. Diesen Beschluss kritisieren katholische Sozialethikerinnen und Sozialethiker, darunter einige Mitglieder der AG CSE, in einer gemeinsamen Stellungnahme. Das Urteil der Sozialethiker:innen zusammengefasst: Eine Caritas, die sich einheitlichen Tarifverträgen für die öffentliche Daseinsvorsorge widersetzt, setzt sich in Widerspruch zu dem eigenen Anspruch, ein verantwortlicher Sachwalter der öffentlichen Daseinsvorsorge zu sein. Die Weigerung, dem Tarifvertrag Altenpflege zuzustimmen, darf nicht das »letzte Wort« der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas gewesen sein. Die Sozialethiker:innen fordern die Kommission und darin vor allem die Arbeitgeberseite auf, ihre Entscheidung zu revidieren. Sie empfehlen den bei der Caritas und ihren Einrichtungen Beschäftigten, ihren »Dienstgebern« machtvoll entgegenzutreten und die Unterstützung ihrer Caritas für einen einheitlichen Tarifvertrag Altenpflege zu erstreiten. Zur Stellungnahme, zur Pressemitteilung Kontakt: Prof. Dr. Bernhard Emunds, Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse

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Laudato Si‘ Kommentare

Die Enzyklika „Laudato si’“ von Papst Franziskus Hier finden Sie die Enzyklika „Laudato si’“ von Papst Franziskus. Kommentare und Stellungnahmen von Sozialethiker:innen Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Münster: Kommentar Prof. Dr. Bernhard Emunds, Frankfurt am Main: Interview Prof. Dr. Markus Vogt, München: Interview, Kommentar Prof. Dr. Joachim Wiemeyer, Bochum: Kommentar Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, München: Interview, Kommentar Prof. Dr. Matthias Möhring-Messe, Tübingen: Kommentar Prof. Dr. Michael Reder, München: Interview, Kommentar Prof. Dr. Gerhard Kruip, Mainz: Artikel, Interview Podiumsdiskussion der Österreichischen Kommission Iustitia et pax Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, Frankfurt am Main: Kommentar Prof. Dr. Stefan Wirz, Zürich: Kommentar Kommentar: Heimbach-Steins, Marianne / Lienkamp, Andreas: Die Enzyklika „Laudato si’“ von Papst Franziskus. Auch ein Beitrag zur Problematik des Klimawandels und zur Ethik der Energiewende, in: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 56 (2015) 155-179 Zwei Arbeitspapiere zur Enzyklika „Laudato Si“ können hier und hier abgerufen werden.

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Franz Josef Stegmann wird 90 Jahre alt

Der langjährige Lehrstuhlinhaber für Christliche Gesellschaftslehre an der Kath. Theol. Fakultät der Ruhr-Universität Bochum Franz Josef Stegmann vollendet am 7. März 2020 sein 90. Lebensjahr. Nach seiner Emeritierung lebt er seit 1997 in Südafrika. Nach dem Ende des Apartheitssystems versuchte Stegmann die dortigen Katholischen Kirche bei ihrem Einsatz für den Aufbau einer demokratischen und rechtsstaatlichen Gesellschaft zu unterstützen. Erfahren Sie hier mehr über seine Biografie.

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Stellungnahme

Die Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik begrüßt ausdrücklich die gemeinsame Stellungnahme der Repräsentationsorgane und Vereinigungen der Katholischen Theologie in Deutschland anlässlich der Verweigerung des römischen Nihil obstat für die dritte Amtszeit von Prof. Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ als Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen. Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik, erklärt dazu: „Theologische Streitfragen disziplinarisch erledigen zu wollen, schadet der Theologie und der Kirche. Offensichtlich bildet die causa Wucherpfennig nur die ‚Spitze eines Eisbergs‘ einer neuen Welle des römischen Zentralismus mit gravierenden Angriffen auf die Freiheit der theologischen Wissenschaft. Ein solches Vorgehen ist ein Missbrauch klerikaler Macht. Gegen Strategien der Vereinzelung derer, die von Disziplinarmaßnahmen betroffen sind, sind eine fachpolitische Reaktion und ein Zusammenstehen der Theologinnen und Theologen dringend notwendig.“ Erklärung zu Wucherpfennig

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