Neuerscheinung: Ethik und Gesellschaft (1/2026) – Kein Spiel. Wargaming und Serious Gaming im Zeitalter der KI

Die erste Ausgabe des Jahres 2026 der Zeitschrift „Ethik und Gesellschaft“ ist erschienen. Sie trägt den Titel „Kein Spiel. Wargaming und Serious Gaming im Zeitalter der KI “.

Kann Krieg spielerisch erlernt werden? Ist es ethisch vertretbar, die Bekämpfung gegnerischer Einheiten in einem Gaming-Szenario zu trainieren und dabei stets auch vom real erlebten Leid und Sterben zu abstrahieren? Birgt die Darstellung realitätsnaher Trainings als ›spielerische Simulation‹ die Gefahr, die kategoriale Unterscheidung zwischen simulierten Szenarien und realen Konflikten zu verwischen?

Die Beiträge des online frei zugänglichen Heftes befassen sich sowohl mit technikethischen Überlegungen zur moralischen Qualität als auch mit dem epistemologischen, phänomenologischen und ontologischen Status von Wargaming-Simulationen. Im Zentrum steht dabei insbesondere die Frage, ob für Wargames tatsächlich gilt, was vielfach – gerade auch von militärischen Organisationen und Akteuren – angeführt wird: dass die im Spiel vollzogenen Entscheidungen, Aushandlungsprozesse und Handlungen keine Auswirkungen auf die Wirklichkeit außerhalb des Spiels haben. Wargames fänden demnach in einer Art Sandbox statt. Die vorliegenden Texte zeigen auf, dass die ethisch-normative Abgrenzung zwischen gespielter und ungespielter Wirklichkeit kaum haltbar ist.

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